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Ein
Radio-Bremen-Film von Britta Lübke
Der
mächtige gotische Dom zeugt noch heute von vergangenen Zeiten,
als in Verden Geschichte geschrieben wurde. "Herrscher kommen
und gehen, aber Verden bleibt bestehen". Dies ist seit Jahrhunderten
der Wahlspruch der Verdener, mit dem sie die Wirren der Geschichte
selbstbewusst kommentieren. Von Karl dem Großen um das Jahr
800 im damaligen Siedlungsgebiet der Sachsen als "Ferdi in
Saxonia" gegründet, wurde die bischöfliche Residenzstadt
im Laufe der Jahrhunderte von vielen fremden Mächten erobert.
Schweden, Franzosen, Dänen, Preußen, das Königreich
Hannover und England, alle stationierten ihre Truppen stolze
Reiterregimenter in der Stadt. Vom Dreißigjährigen
Krieg bis ins 20. Jahrhundert hinein war Verden Garnisonsstadt,
bis zuletzt die britische Rheinarmee hier ihren Stützpunkt
aufgab. Mit 28.000 Einwohnern ist Verden an der Aller heute eine
beschauliche Kreisstadt zwischen Tradition und Moderne mit dem
Charme des mittelalterlichen Stadtbilds, das von Zerstörungen
im Zweiten Weltkrieg verschont blieb.
Erstausstrahlung:
5. November 2006 | Das Erste
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