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Wasserrohrbruch im Stephaniviertel  
  Reparaturen vorraussichtlich bis Ende Juli      
       
    Ein Wasserrohrbruch hat am 13. Juli 2008 im Bremer Stephaniviertel Straßenschäden und Verkehrsbehinderungen verursacht. Zwei unterirdische Leitungen waren gebrochen, die austretenden Wassermassen fluteten innerhalb kurzer Zeit mehrere tausend Quadratmeter Straße und einige Keller. Eine Straßenbahn hatte stoppen müssen, weil große Mengen Sand und Steine auf die Gleise gespült wurden. An einer Hausecke klafft ein großes Loch in der Erde.   Arbeiter zwischen den Rohren [Quelle: Radio Bremen]
Wasserrohrbruch im Stephaniviertel.
 
             
 

Weitere Reparaturen nötig
Drei Tage nach dem Rohrbuch sind die Keller fast wieder trocken. Die betroffenen Wohnungen erhalten Strom und Wasser über Ersatzleitungen.

Der Gehweg an der Ecke Doventorstraße / Eduard-Schopf-Allee wurde zu einem großen Loch ausgehoben. Hier lässt der Bremer Wasserversorger SWB inzwischen die kaputten Rohre austauschen und gegen neue ersetzen. Dafür müssen die Arbeiter an der Rohr-Abzweigung montieren, die sich unterhalb der Kreuzung befindet. Sobald die Genehmigung dafür vorliegt, wird die Fahrbahn hier aufgerissen und für den Verkehr gesperrt. Bis ungefär Ende Juli werden die Reparaturarbeiten andauern, schätzt die SWB.

  Verrostete Rohre [Quelle: Radio Bremen]
Die alten Rohre werden nun ausgetauscht.
 
   
VideoAlte Rohre werden ersetzt, [1'06]
  Von Janosch Kereszti.
15. Juli 2008 | buten un binnen
     
           
      Geflutete Straße [Quelle: Radio Bremen]
Teile der Faulenstraße im Stephaniviertel waren durch den Wasserrohrbruch geflutet.
     
             
 

SWB weist Vorwürfe zurück
Die SWB AG sucht derweil weiter nach der Ursache für den Rohrbruch. Der Vermutung, die Wasserrohre würden nur unzureichend gewartet, widersprach die SWB. "Wasserleitungen haben eine Lebensdauer von mindestens 50 bis 60 Jahren“, sagte SWB-Sprecher Christoph Brinkmann. Die Rohre würden deshalb nicht regelmäßig gewartet, sondern nur im Rahmen von Straßenbauarbeiten erneuert. Das habe man so auch vor der Privatisierung der Stadtwerke gehandhabt.

Ein Bruch des 40 Zentimeter dicken Trinkwasserrohrs sei nicht vorherzusehen gewesen. Wahrscheinlichste Ursache des Rohrbruchs sind Erschütterungen durch Bauarbeiten. Techniker fanden direkt über dem geplatzten Rohr ein Betonfundament für eine geplante Rolltreppe in den ehemaligen Fußgängertunnel unter der Kreuzung. Die Rolltreppe war zwar nie gebaut worden, das Fundament aber habe Erschütterungen stärker weitergegeben als Sand oder Erde, so Brinkmann.

 

Wasser wird abgepumpt [Quelle: Radio Bremen]
Ca. 10 Millionen Liter Trinkwasser waren ausgetreten und mussten wieder abgepumpt werden.

 
           
      Luftansicht Kreuzung [Quelle: Radio Bremen]
Blick von oben: Durch den Schlamm entgleiste eine Straßenbahn.
     
   
VideoRohrbruch flutet Stephaniviertel, [3'12]
  Von Christian Dohle.
14. Juli 2008 | buten un binnen
     
             
 

Mehrere hunderttausend Euro Schaden
Zehn Millionen Liter Wasser - das ist die Menge, die der Füllung von 20 Schwimmbadbecken entspricht - sind ersten Schätzungen zufolge ausgeströmt. Mit Dieselpumpen haben Arbeiter das Wasser wieder abgepumpt. Auch der Boden des Gleichrichterwerks unter der Straße war überschwemmt. Aus Angst vor einem Kurzsschluss wurde das Umspannwerk sofort abgeschaltet. Besonders mitgenommen wurde ein ehemaliger Laden direkt neben der Unglücksstelle. Im Eingangsbereich war der Fußweg abgesackt, der Keller überschwemmt. Die angrenzenden Häuser waren am Folgetag ohne Wasser und Strom. Anwohner holen sich das Trinkwasser aus einer Notleitung.

Das Wasser hatte viel Sand an die Oberfläche gespült, der Zentimeter hoch auf der Straße lag. Für den Abtransport waren 13 LKW nötig. Zwei Tage lang säuberten Kehrmaschinen die Kreuzung und die umliegenden Straßen. Durch den Sand und Geröll in den Schienen war eine Straßenbahn leicht entgleist und stecken geblieben. Verletzt wurde dabei aber niemand und die Bahn blieb unbeschädigt.

Die Gesamt-Schadenshöhe steht noch nicht fest. Die Feuerwehr schätzte ihn auf mehrere hunderttausend Euro.

Mit den Tonnen Sand wurden auch Knochen mit an die Oberfläche gespült. Ein Gerichtsmediziner untersuchte diese und gab Entwarnung: Die Knochen sind schon sehr alt und stammen von Tieren.

 

Festgefahrene Straßenbahn [Quelle: Radio Bremen]
Eine Straßenbahn steckte fest.

Umspannwerk voller Wasser [Quelle: Radio Bremen]
Der Boden des Umspannwerks war überschwemmt.

Knochenfund [Quelle: Radio Bremen]
Die gefundenen Knochen stammen von Tieren.

 
         
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  © Radio Bremengeändert am 16.07.2008
   
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