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"Havenwelten" teurer als geplant |
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Geldnot bei der Finanzierung des Bremerhavener Projektes |
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Das touristische Großprojekt "Havenwelten" in Bremerhaven
wird rund 25 Millionen Euro teurer als ursprünglich geplant.
Erschwert wird die Finanzierung dadurch, dass rund neun Millionen
Euro aus dem "Havenwelten"-Budget für andere Projekte
zweckentfremdet wurden. Bremerhavens Oberbürgermeister Jörg
Schulz (SPD) sieht das Land Bremen in der Pflicht, die zweckentfremdeten
Gelder zurückzuzahlen. Das Bremer Finanzressort sieht das anders. |
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![Tourismusgebiet alter neuer Haven [Quelle: Havenwelten]](/magazin/bremerhaven/havenwelten/klimahaus/_bild/tourismusgebiet_300_havenwe.jpg)
"Havenwelten", Projektion. |
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Bremen soll neun Millionen Euro zurück
zahlen
Aus dem Budget für das touristische Großprojekt im Bremerhavener
Hafen wurden 9,1 Millionen Euro für andere Projekte verwendet.
Das geht aus einer bisher nicht veröffentlichten Aufstellung
des BAW-Instituts für regionale Wirtschaftsforschung hervor.
Bremerhavens Oberbürgermeister Jörg Schulz (SPD) will,
dass das Land Bremen die zweckentfremdeten Gelder zurückzuzahlt.
Es gebe den politischen Beschluss, dass das Geld in das Projekt
zurückfließe, sagte Schulz am 16. Juli 2008 auf einer
Informationsveranstaltung in Bremerhaven.
Den "Havenwelten" fehlen das Geld weil es für andere
Projekte genutzt wurde:
- 800.000 Euro, um das Defizit der "Sail 2005" auszugleichen
- Rund sechs Millionen Euro für das Städtebauprogramm
"URBAN" im Bremerhavener Stadtteil Lehe
- Weitere 1,7 Millionen Euro für diverse Marketingmaßnahmen
der Stadt
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Kein zusätzliches Geld aus Bremen
Nach Angaben des Bremer Finanzressorts kann Bremerhaven kein extra
Geld aus Bremen erwarten, um das "Havenwelten"-Defizit
auszugleichen. Die Wirtschaftsförderungs-Ausschüsse haben
zu keiner Zeit beschlossen, zweckentfremdete Mittel des Tourismusprojektes
aus dem Landesetat auszugleichen, das sei "Wunschdenken" von Oberbürgermeister
Jörg Schulz, so eine Sprecherin von Bremens Finanzsenatorin
Karoline Linnert.
Richtig sei, dass die Wirtschaftsförderungsausschüsse
im November 2006 der Zweckentfremdung von insgesamt 9,3 Millionen
Euro aus dem "Havenwelten"- Budget zugestimmt hätten.
Einen Vorbehalt, dass dieses Geld aus dem Landesetat wieder in den
Topf zurückfließen müsse, habe es nie gegeben.
Oberbürgermeister Schulz bestätigte dies gegenüber
Radio Bremen. Auch wenn ein förmlicher Beschluss nicht vorliege,
hätte den Bremern klar sein müssen, dass nicht einfach
Mittel aus einem Großprojekt abgezogen werden könnten.
Jetzt müssten die Verwaltungen beider Städte miteinander
verhandeln. |
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Insgesamt fehlen 25 Millionen
Insgesamt wird das Projekt "Havenwelten" rund 25 Millionen
Euro teurer als geplant. Diese Summe ist noch nicht finanziert.
Derzeit liegen die Gesamt-Kosten bei rund 320 Millionen Euro. Als
Grund nannte Schulz Bauzeitverzögerungen und gestiegene Stahlpreise.
Vor allem das Klimahaus wird teurer. Statt mit 70 Millionen schlägt
es mit 90 Millionen Euro zu Buche und auch die gläserne Hafenbrücke
wird statt etwa acht fast elf Millionen Euro kosten. |
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Kurzfristige Zwischenfinanzierung
Trotzdem geht der Bremerhavener Oberbürgermeister davon aus,
die "Havenwelten" unterm Strich mit einem Minus von vier
Millionen Euro abschließen zu können; zum Beispiel mit
Hilfe zusätzlicher Grundstücksverkäufe in Höhe
von zehn Millionen Euro. Außerdem will die Stadt Regressansprüche
gegen Baufirmen geltend machen und mit der Finanzverwaltung über
Vorsteuerabzüge verhandeln. Dennoch müsste die Finanzierungslücke
von 25 Millionen über ein Darlehen zwischenfinanziert werden,
so Schulz, für das die Stadt die Bürgschaft übernehme. |
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Wie der Bremerhavener Oberbürgermeister das Defizit ausgleichen
will. |
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Weitere Informationen |
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Provinziell oder professionell? |
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Nordwestradio unterwegs: Diskussion um 40 verkaufsoffene Sonntage für das Einkaufszentrum "Mediterraneo" |
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Das Projekt "Havenwelten" |
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Das
Klimahaus in Bremerhaven |
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