Zur Startseite von Radio Bremen Zur ARD
         
Zurück zu:"Havenwelten" in Bremerhaven
         
 
Shoppen im Mittelmeer-Ambiente  
  Italienisches Flair an der Nordseeküste      
       
     

In Bremerhaven hat am 9. Oktober 2008 nach rund eineinhalbjähriger Bauzeit das Einkaufszentrum "Mediterraneo" am Alten Hafen eröffnet. Es ist ein eine von mehreren Attraktionen der "Havenwelten" in der Bremerhavener Innenstadt. Hier sind auf ca. 9.000 Quadratmetern rund 40 Geschäfte und Gastronomie untergebracht. Der Mix soll das Angebot des vorhandenen Einzelhandels in Bremerhaven ergänzen und soll das Angebot der Stadt touristisch abrunden. Rund 260 neue Arbeitsplätze sollen durch das "Mediterraneo" einstehen.

  Leere Einkaufspassage [Quelle: Radio Bremen]
Vor der Eröffnung.
 
           
      Einkaufspassage [Quelle: Radio Bremen]
Shoppen in einer nachgebauten Kleinstadt im italienischen Stil - Den Bremerhavenern gefällts.
     
           
  Erfolgreiches erstes Wochenende
Einen großen Besucherandrang hat am vergangenen Wochenende das neu eröffnete Einkaufzentrum "Mediterraneo“ in Bremerhaven erlebt. Nach Angaben des Betreibers AVW sahen sich in den ersten drei Tagen mehr als 100.000 Menschen das "Mediterraneo" im Tourismusgebiet "Havenwelten“ an. Nicht nur Bremerhavener, auch zahlreiche Menschen aus dem Umland lockte das neue Angebot nach Bremerhaven. Viele waren neugierig auf die Attraktion im Stil eines italienischen Städtchens. Die Ladenpassage hat zwar noch einige Lücken, diese sollen sich aber nach Angaben von Center-Managerin Tatjana Janssen in den nächsten Wochen schließen. Janssen bedauerte, dass die Besucher am Sonntag wegen der gesetzlichen Vorgaben - außer im Gastronomiebereich - vor verschlossenen Ladentüren standen. Janssen hat deshalb den Wunsch bekräftigt, mehr Sonntagsöffnungen genehmigt zu bekommen. Der Sprecher der Einzelhändler in der Bremerhavener Innenstadt, Horst Winkel, sagte, dass sich das Besucherinteresse am "Mediterraneo“ in den nächsten Wochen wieder normalisiere. Winkel geht davon aus, dass erst nach der Eröffnung des Klimahauses im März 2009 sichtbar wird, wie stark die "Havenwelten“ Besucher nach Bremerhaven locken, und wie die Einkaufzentren und die Läden in der Innenstadt davon profitieren.
     
   
VideoBilanz vom Mediterraneo-Eröffnungswochenende, [0'44]
  Von Axel Neuber.
13. Oktober 2008 | Radio Bremen
     
   
VideoKlein-Italien in Bremerhaven, [3'18]
  Von Constance Hossfeld.
10. Oktober 2008 | buten un binnen
     
   
VideoEröffnung Mediterraneo, [3'30]
  Von Stephanie Giese.
9. Oktober 2008 | Nordwestradio
     
             
           
 

1,8 Millionen Besucher erhofft
Das "Mediterraneo" ist nach einem neuen Konzept der Albrecht-Vermögens-Verwaltung (AVW) entwickelt worden und soll an mehreren Standorten Deutschlands (unter anderem in Hamburg) umgesetzt werden. Der Mix ergänzt nach Angaben des Investors AVW das Angebot des vorhandenen Einzelhandels in Bremerhaven und soll das Angebot der Stadt touristisch abrunden. Die Betreiber erwarten jährlich rund 1,8 Millionen Besucher. Die Kosten des "Mediterraneo" belaufen sich auf insgesamt rund 45 Millionen Euro: Allein 30 Millionen Euro wurden für das Gebäude mit der imposanten Glaskuppel verbaut. Die Stadt Bremerhaven hat sich daran mit 6,5 Millionen Euro beteiligt.

Außenansicht [Quelle: Radio Bremen / Frank-Matthias Wacket]
Das "Mediterraneo" von außen

  Einkaufspassage [Quelle: Radio Bremen / Frank-Matthias Wacket]
Die gläserne Hafenbrücke.
 
             
 

Unter einem Dach mit den "Havenwelten"
Durch ein gemeinsames überdachtes Forum ist das "Mediterraneo" mit dem Klimahaus verbunden. Es kann außerdem über eine gläserne Brücke vom ersten Einkaufszentrum der Stadt, dem Columbus-Center, erreicht werden. Das moderne Einkaufszentrum steht im Kontrast zur aufwändig renovierten Innenstadt, die vielerorts die Architektur der 70er Jahre aufweist.

Die Dachkonstruktion von innen [Quelle: Radio Bremen]
Eine interessante Architektur soll den Reiz des Einkaufszentrums erhöhen.

     
           
 

Wie lange reicht der Investitionskredit?
Das neue Shoppingcenter zelebriert den schönen Schein, das Konzept: Konsum in der Wohlfühl-Atmosphäre eines pittoresken Einkaufstempels. Doch wird es wirklich genügend Menschen geben, die ihr Erspartes per "Power-Shopping" in Bremerhaven lassen? Die Tourismussaison ist beendet, das Klimahaus öffnet erst im März. Wird der Investitionskredit die Händler im "Mediterraneo" lange genug über Wasser halten können?

     
   
VideoEinkaufs-Idylle in heiler Shopping-Welt, [3'03]
  Ein Kommentar von Elke Berthin.
9. Oktober 2008 | Nordwestradio
     
           
 

Italienisches Flair oder verschandeltes Stadtbild?
Kritiker sehen in dem "Mediterraneo" vor allem ein verschandeltes Stadtbild, das an Authentizität nichts mehr zu bieten hat, was einst für Bremerhaven typisch war. Es erinnere eher an die Themenwelten von Las Vegas als an die traditionelle norddeutsche Waterkant. Dass dieses Bauvorhaben ausgerechnet an einer Stelle im Alten Hafen von der Seestadt realisiert wurde, an der die Stadt noch unverkennbar norddeutsch ist, können viele erst recht nicht verstehen, zumal niemand wirklich an die von der Politik versprochenen "großen Touristenströme" und auch nicht an den prognostizierten wirtschaftlichen Aufschwung glaubt.

Ein weiteres Shoppingzentrum ist keine Sensation in einem Land, in dem es sowieso überall Filialen der gleichen Handelsketten gibt - und für viele von Arbeitslosigkeit und Armut gebeutelte Bremerhavenerinnen und Bremerhavener selbst kommt so ein Konsumtempel ohnehin nicht in Frage. Die in der vorhandenen Innenstadt und vor allem in der Fußgängerzone verbliebenen Geschäftsleute sehen der Konkurrenz am Hafen skeptisch entgegen. Schon jetzt stehen viele Läden leer, und diese Entwicklung wird sich fortsetzen, befürchtet man.

Seit das Projekt erste sichtbare Formen annimmt, sind aber auch Stimmen unter der Bevölkerung zu finden, die mit einer positiven Neugierde der "Neuen Mitte" Bremerhavens entgegensehen.

  Backsteinbau [Quelle: Radio Bremen, Ulrike Kuske]
Ein Stück altes Hafenflair: Klappbrücke an der Keilstraße.
 
         
  Weitere Informationen      
   
VideoRichtfest im Mediterraneo, [1'03]
  Von Sandra Havenith.
4. April 2008 | buten un binnen
     
    LinkProvinziell oder professionell?      
      Diskussion um 40 verkaufsoffene Sonntage für das "Mediterraneo" (Nordwestradio unterwegs)      
         
    DruckversionDruckversion      
 
 
   
  © Radio Bremengeändert am 20.12.2008
   
Online
   I Themen  I Archiv  I Kontakt
 I Home  I Radio  I TV  I Magazin  I Über uns  I Hilfe  I Sitemap  I Impressum