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Aussichtsplattform auf dem Sail-City-Hotel |
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"Tolles Stück Architektur" -
aber nicht behindertengerecht |
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Das neue Wahrzeichen der Stadt Bremerhaven ist seit rund drei Monaten
eröffnet: Das Hotel Sail City. Am versteckten Hintereingang der
Luxus-Herberge drängeln sich Besucher, die zur Aussichtsplattform
wollen. In 85 Metern Höhe kann man einen grandiosen Blick über
die Nordsee genießen. Gut 40.000 Menschen haben sich bisher
auf den Weg nach oben gemacht. |
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![Plattform auf dem Sail-City-Hotel [Quelle: Radio Bremen]](/magazin/bremerhaven/havenwelten/sail_city/_bild/plattform_140.jpg)
Neues Wahrzeichen von Bremerhaven:
Das Sail-City-Hotel mit Aussichtsplattform in 85 Metern Höhe. |
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![Aussicht mit Gländer und Streben im Sichtfeld [Quelle: Radio Bremen]](/magazin/bremerhaven/havenwelten/sail_city/_bild/aussicht_behindert_300.jpg)
Wer nicht über das Gländer gucken kann, hat ein eingeschränktes Sichtfeld. |
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![Rollstuhlfahrerin vor einem Drehkreuz [Quelle: Radio Bremen]](/magazin/bremerhaven/havenwelten/sail_city/_bild/eintritt_behindert.jpg)
Eintritt mit Hindernissen für Rollstuhlfahrer. |
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Galerie:
Planung und Bau (17 Bilder) |
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Gedrängel an den Drehkreuzen
So schnell wird aus einem kleinen kargen Vorraum ein Schwitzkasten:
Dicht gedrängt stehen rund 20 Besucher vor dem Kassenautomaten,
um ein Ticket zu kaufen. Drei Euro kostet die Fahrt mit dem Fahrstuhl
nach oben. In schwindelerregender Höhe lockt die Dachterrasse.
Unten aber ist es erst mal weniger verlockend. Besucher empfinden
den Eingangs-Bereich als eng.
2,6 Millionen Euro hat die Stadt Bremerhaven in die Aussichtsplattform
investiert. Dabei herausgekommen ist scheinbar eine nur schwer zugängliche
Touristenattraktion. Also eine Fehlplanung? Baudezernent Volker Holm
weist den Vorwurf zurück: "Erst mal möchte ich sagen,
wir haben einen Schuss ins Schwarze gelandet. Die Aussichtsplattform
ist ein Knaller. Die Anlaufschwierigkeiten werden wir anfassen."
Davon gibt es einige: Zum Beispiel ein einziger Ticketautomat für mehrere hundert Besucher täglich. Und hat man erst mal seine Eintrittskarte
gezogen, gerät der Besucher bereits ins nächste Nadelöhr:
Um zum Fahrstuhl zu kommen, bildet sich eine lange Schlange vor einem
Drehkreuz, das zugleich Eingang und Ausgang ist. |
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![Aussicht vom Sail City Hotel [Quelle: Radio Bremen]](/magazin/bremerhaven/havenwelten/sail_city/_bild/aussicht_300.jpg)
Der ungetrübte Blick vom Hotel. |
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Für Rollstuhlfahrer gibt es einige
Hürden
Für eine Besuchergruppe ist der Zutritt besonders knapp bemessen:
Rollstuhlfahrer. Die Betreuer Grit Borstelmann und Peter Staar stehen
verwirrt vor dem Drehkreuz. Die Rollstühle ihrer Patienten sind
zu breit. Nach ein paar Minuten rufen sie über eine Sprechanlage
einen Hotelmitarbeiter, der die Betreuer und die Rollstuhlfahrerin
Irmgard Lux durch den Notausgang hinein lässt. Ein Aufstieg voller
Hindernisse: Denn weder an den Ticketautomaten reicht die Rollstuhlfahrerin
heran noch kann sie ohne fremde Hilfe die schweren Türen öffnen,
die schließlich im 20. Stock auf die Dachterrasse führen.
Und während andere Besucher von dort auf den fast zwölf
Meter höheren Ausguck steigen können, endet hier der Weg
für Irmgard Lux. Aus Sicherheitsgründen, heißt es
aus dem Bremerhavener Amt für Menschen mit Behinderung. Auch
Baudezernent Holm bedauert, dass aus architektonischer Sicht Kompromisse
gemacht werden mussten. Er betont aber: "Ich bekenne mich ausdrücklich
dazu, dass wir ein tolles Stück Architektur in der Stadt gewonnen
haben, das leider dieses kleine Handicap hat, dass Menschen mit Behinderung
nicht auf die oberste Brücke kommen können."
Enttäuscht und erschöpft sind Irmgard Lux und ihre Betreuerin
über den schweren Aufstieg auf die Aussichtsplattform des Sail-City-Hotels.
Ihr Fazit: "Mies. Kompliziert. Total." Und Grit Borstelmann
meint: "Es ist wunderschön hier oben. Aber unter diesen
erschwerten Umständen, überlegt man sich, ob man wieder
mit einer Gruppe behinderter Menschen hierher kommt." |
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![Blick auf das Columbus-Center [Quelle: Radio Bremen]](/magazin/bremerhaven/havenwelten/_bild/columbus-center_140.jpg)
Grandioser Weitblick von der Aussichtsplattform
auf das Columbus-Center. |
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Weitere Informationen |
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Schwierigkeiten bei "Havenwelten"-Finanzierung |
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Das
Klimahaus in Bremerhaven |
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