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Klimahaus in Bremerhaven |
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Wie klimafreundlich ist das Klimahaus? |
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Auf dem 8. Längengrad einmal rund um die Erde wandeln,
hautnah die Klimazonen der Welt erleben und dabei lernen, wie Klima
funktioniert. Das soll ab Frühsommer 2008 in Bremerhaven möglich
sein. Echte Gletscher, Wüsten und Unterwasserwelten sollen im
gerade entstehenden Klimahaus dafür sorgen, dass die Besucher
eisige arktische Kälte und heiße Wüstenluft auf der
Haut zu spüren bekommen. Aber das alles kostet natürlich
viel Energie. Bremen-Eins-Reporterin Nadja Rupnow ist der Frage nachgegangen:
Wie klimafreundlich ist das Klimahaus? |
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![Modell des Klimahauses - Außenansicht [Quelle: Klimahaus]](/magazin/bremerhaven/klimahaus/_bild/modell_seitenansicht_300_kl.jpg) |
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Wie
klimafreundlich ist das Klimahaus?, [2'29] |
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Von Nadja Rupnow.
27. April 2007 | Bremen Eins
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Von der Antarktis in einer Minute in
Samoa
"Wir laufen hier jetzt gerade durch die Antarktis und sind
jetzt gleich in Samoa. Das ist natürlich alles noch nicht fertig
aber wenn's mal fertig ist, dann ist das so der Gang", erklärt
Christian Bruns von der Städtischen Wohnungsgesellschaft Stäwog,
die für die Bauarbeiten am Klimahaus verantwortlich ist. Wo
einmal eisige Gletscher und heiße Wüstenlandschaften
entstehen sollen, ragen kahle Betonpfeiler und Mauern in die Höhe.
Noch ist nichts zu sehen von der Seilbahn, mit der künftig
Besucher über Schweizer Gletscher direkt nach Sardinien schweben
sollen. Aber eins ist schon jetzt klar. Das Klimahaus wird eine
Menge Energie verschlingen.
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Besondere Herausforderung: Wie wird
das Haus gekühlt?
"Es macht eigentlich keinen Sinn zu sagen, hier ist ein Gebäude,
damit zeigen wir die Klimaveränderung aber gleichzeitig pusten
wir Schadstoffe raus", so Christian Bruns. Die Klimahaus-Macher
haben sich deshalb schon vor Baubeginn viele Gedanken über
die Energieerzeugung gemacht.
"Das größte Problem im Klimahaus ist nicht die
Wärmeerzeugung, sondern wie wir die Wärme wieder umgewandelt
in Kühle bekommen. Denn man muss sich vorstellen, dass sehr
viele Menschen in dieses Klimahaus gehen, die alle Wärme hereinbringen.
Außerdem gibt es sehr viele Lichter, die die Exponate beleuchten
und deshalb müssen wir dieses Gebäude stark kühlen".
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450 Pfähle im Boden als Klimaanlage
Doch eine konventionelle Klimaanlage passt nicht so recht zu dem
Anspruch des Klimahauses und so wurden unter dem Fundament 450 so
genannte Klimapfähle tief im Boden verankert.
An diesen Pfählen sind kleine Plastikschläuche mit einer
Wasser-Glykol-Mischung. Diese Mischung wird in die Tiefe gepumpt
- im Winter ist es dort unten wärmer als draußen und
dann wird Wärme nach oben transportiert. Im Sommer funktioniert
das Ganze umgekehrt. Um die 700.000 Liter Wasser zu kühlen,
die für die Aquarien benötigt werden, soll Fernwärme
von der Bremerhavener Müllverbrennungsanlage umgewandelt werden.
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Die Sonne hilft bei der Stromerzeugung
Auch Solarzellen zur Stromerzeugung wird es geben. Hier können
die Besucher live miterleben, wie viel Sonne wie viel Strom erzeugt.
"Da kommt eine richtige Uhr hin und die tickt, damit die Leute
auch sehen können, heute scheint die Sonne - dann rast die Uhr
und heute scheint die Sonne nicht, dann rast die Uhr weniger." |
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Energie aus konventionellen Quellen dennoch
nötig
Aber um auf 37 verschiedenen Ebenen die Klimazonen der Erde darzustellen,
wird so viel Energie benötigt, dass alternative Konzepte nicht
ausreichen. Den prozentualen Anteil an konventioneller Energie wollte
Christian Bruns von der Stäwog nicht nennen. Aber klar ist auch
ihm: Das Klimahaus wird mit dem Widerspruch existieren müssen,
auf der einen Seite über den Klimawandel aufklären zu wollen
und auf der anderen Seite selbst ein wenig dazu beizutragen.
"Also es ist sicherlich richtig, dass wir das gesamte Klimahaus
mit 18.000 Quadratmeter Fläche nicht mit regenerativer Energie
versorgen können. Wir brauchen auch ganz normalen Strom. Bei
der Kälteerzeugung in der Schweiz und der Antarktis da können
wir keine regenative Energie einsetzen, das müssen wir mit einer
konventionellen Maschine machen." |
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Weitere Informationen |
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Aktuelle
Meldungen zum Bau des Klimahauses |
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Bremen über die Bremer Klimaschutztage |
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vom Klimahaus Bremerhaven |
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