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Gesche Gottfried
        Deutschlands bekannteste Giftmörderin kam aus Bremen
         

Gesche Gottfried

Gesches Leben
Gesche Gottfried war Anfang des 19. Jahrhunderts die wohl bekannteste Giftmörderin ihrer Zeit. 15 Menschen wurden von ihr getötet, darunter ihre Eltern, ihre Kinder und ihre Ehemänner. Mindestens 19 weitere Bekannte haben ihre Attacken nur knapp überlebt. Ganz Deutschland und sogar Europa war geschockt über diese beispiellosen Taten.
       
  Gesche vergiftet ihren Vater

Gesches Opfer
Gesche Gottfried benutzte zum Töten am liebsten "Mäusebutter". Dieser Schmalz, mit Arsen versetzt, wird auf Brot geschmiert, um Mäuse im Haus anzulocken und zu töten. Probleme mit Mäusen hatte auch Gesche. Ihre Mutter bringt sie mit einem Topf Gift und einer unbedachten Bemerkung darauf, die Wirkung von Mäusebutter an Menschen zu "testen".

       
  Gesche Gottfried in einer Zeichnung von F.F.Wagner, 1831 Gesches Verhaftung
Am 6. März 1828 wird Gesche Gottfried in ihrem Haus verhaftet. Es ist ihr dreiundvierzigster Geburtstag. Der damalige Untersuchungsrichter und Senator Franz Friedrich Droste verhört Gesche in ihrem Wohnzimmer. Gesche beginnt mit den Worten: "Es hat mich schon lange danach verlangt, eine genaue Untersuchung über mich ergehen zu lassen. Es ist mir sehr lieb."
       
  Gesches Hinrichtung, Lithografie von 1831 Gesches Hinrichtung
21. April 1831: Auf dem Bremer Domshof warten frühmorgens etwa 35.000 Menschen auf die bevorstehende Hinrichtung. Gegen acht Uhr fährt ein offener Wagen über die Otertorstraße zum Dom. Darin sitzen Gesche Gottfried, Polizeikomissar Tönnies und ein Polizeidiener. Vor dem Dom steht eine schwarz angestrichene Holztribüne, auf der die verurteilte Giftmörderin Platz nimmt. Noch einmal hört sie ihr Todesurteil.
       
  Schild: Gesche-Gottfried-Weg Gesche Heute: Was erinnert an Sie?
175 Jahre ist es her, dass Gesche Gottfried auf dem Bremer Domshof hingerichtet wurde. Seitdem ist sehr viel Wasser die Weser hinuntergeflossen und hat die Erinnerungen an die berühmte Bremer Giftmischerin mit sich gerissen. Es kostet Mühe, um die eigenen Wissenslücken über Gesche zu schließen.
       
  Buchcover Gesche in der Literatur
Die ersten Flugblätter und Schriften über Gesche Gottfried tauchten schon rasch nach ihrer Verhaftung auf. Kurze Zeit später gab Gesches Verteidiger bekannt, seine Aufzeichnungen von ihrem Leben irgendwann veröffentlichen zu wollen. Und auch zeitgenössische Literaten und Moritatensänger, beschäftigten sich intensiv mit diesem Thema, obwohl sie oft nur über Gerüchte von der Giftmörderin aus Bremen gehört hatten.
       
  Szene aus einem Gesche-Gottfried-Film Gesche in Film und Theater
Gesche Gottfrieds Geschichte ist für Krimifans ein Schocker allererster Sahne: Eine Frau kann 15 Jahre lang morden, ohne dass sie entdeckt wird. Ihre Opfer sind Menschen die sie kennt und lieben sollte - dennoch bringt sie sie um. Was steckt dahinter? Was hat sie zum Töten getrieben? Und gibt es das perfekte Verbrechen? Vielleicht gerade deshalb ist Gesche bis heute Thema in Filmen und Theaterstücken.
       
  Die zarte Hand des Todes Arsen und Spitzenhäubchen: Wenn Frauen morden
"Warum sollten Frauen nicht morden? Sie sind doch nicht die besseren Menschen!" Doch Frauen morden anders. Spätestens seit "Arsen und Spitzenhäubchen" ist bekannt, dass sie kaum im Affekt zu Axt, Pistole oder Messer greifen, um potentielle Opfer ins Jenseits zu befördern. Sie morden subtiler, sauberer, meist von langer Hand geplant.
       
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Info
Giftmischerin Gesche Gottfried
     
Staatsarchiv Bremen

Viele Bücher, historische Akten, Mikrofilme und andere Informationsquellen, die in diesem Onlinefeature über Gesche Gottfried verwendet wurden, sind auch im Staatsarchiv Bremen einsehbar. Unser Dank geht an die Mitarbeiter vom Staatsarchiv Bremen und an den Autor und Gesche-Gottfried-Experten Peer Meter.

Link Staatsarchiv Bremen  
     
 
 
   
  © Radio Bremengeändert am 21.04.2006
   
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