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Deutschlandweites "Ententreffen"
bei Fischerhude |
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60 Jahre 2CV in Deutschland |
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Seit fast 20 Jahren wird die Ente, der legendäre Citroën, nicht mehr gebaut, aber sie hat noch viele Liebhaber. Die treffen sich jedes Jahr am Backsberg - einem Feld zwischen Oyten und Fischerhude in der Nähe von Bremen. In diesem Jahr gibt es sogar ein Jubiläum zu feiern: Seit 1958 fahren die französischen "Bauernautos" durch Deutschland. Noch bis Sonntag, 27. Juli 2008 geht das "Ententreffen"; unser Reporter war gleich am ersten Tag dort und hat einige Fotos und Liebeserklärungen mitgebracht.
23. bis 27. Juli 2008 | Backsberg |
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![Entenklassiker in rot [Quelle: Radio Bremen, Michael Kück]](/magazin/gesellschaft/verkehr/2cv/_bild/ente_rot.jpg)
Auf Hochglanz poliert oder bunt und schrill: Beim "Ententreffen" sind alle Variationen zu sehen. |
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Galerie: Ententreffen 2008 (12 Bilder)
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Bildergalerie mit einigen schönen und ausgefallenen Enten-Exemplaren. |
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![Weiße Ente mit einem Enten-Emblem auf der "Nase" [Quelle: Radio Bremen]](/magazin/gesellschaft/verkehr/2cv/_bild/front_300.jpg) |
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Platz für zwei Bauern und einen Zentner Kartoffeln
Im Jahr 1934 hatte der Chef von Citroën einen ganz besonderen Auftrag für den werkseigenen Konstrukteur: er sollte einen radikal minimalisierten Kleinwagen entwickeln. Der sollte - so wörtlich: "Platz für zwei Bauern in Stiefeln und einen Zentner Kartoffeln haben". Außerdem sollte er so einfach zu bedienen sein, dass selbst ein ungeübter Fahrer mit ihm zurechtkommt. Und weiter hieß es: "Auf das Aussehen des Wagens kommt es überhaupt nicht an". Der Wagen, der dabei herauskam, fuhr später hunderttausendfach über die Straßen - die Rede ist vom Citroën 2 CV, im Volksmund besser bekannt als "die Ente". Seit 1958 fährt das wenig aerodynamische Kultauto in Deutschland, deswegen feiern Entenfans ini diesem Jahr ihr Jubiläum. |
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"Der 2 CV ist mein Leben"
Sichtlich stolz startet Günther Jung sein Auto - eine Ente, Baujahr 1965. Der Wagen ist dunkelgrau, mit vielen Aufklebern verziert und an einigen Stellen schon leicht angerostet. Extra aus Wien ist er zum internationalen Treffen der Entenfans angereist. "Wo ein Treffen ist, fährt man eben hin", sagt er mit seinem österreicherischen Akzent, "es ist Überzeugung. Ich fahre jetzt schon weit über dreißig Jahre mit 2 CV, und der 2 CV ist mein Leben." Und da steckt er all seine Energie, seine Zeit und sein Geld rein.
Im Wagen befindet sich ein kleiner Kühlschrank. Der wird mithilfe einer zusätzlichen Batterie betrieben, die ihre Energie von kleinen Solarzellen auf dem Dach bekommt. Eine zu weite Strecke gibt es für Günther Jung dabei nicht - trotz der gerade einmal 28 PS. Die Liste der besuchten Länder, in denen er bei einem Ententreffen teilgenommen hat, kann auf seinem Fahrzeug nachgelesen werden: Belgien, Portugal, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Schottland, Schweden, Tschechien… |
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Mehr als 500 Autos am Backsberg erwartet
Während Günther Jung von seinem Auto berichtet, füllt sich allmählich das Gelände. Aus allen Himmelsrichtungen befahren Enten die große Wiese - mehr als 500 Autos werden es am Ende insgesamt sein, sagen die Organisatoren. Einige sind bunt bemalt, wieder andere mit den unterschiedlichsten Dingen beklebt. Derweil sieht es aus wie auf dem Campinggelände bei einem Musikfestival. Einige Teilnehmer sind schon dabei, neben ihren Autos Zelte aufzubauen, wieder andere freuen sich über die ersten Sonnenstrahlen seit langem und versuchen ihren Grill anzuzünden. Die Atmosphäre bei diesen Treffen ist wichtig, erzählen die Enten-Besitzer: "Es geht hier nicht so sehr um die Technik, sondern es geht mehr um die Kontakte, darum, Spaß zu haben, um die Sonne zu genießen, draußen zu sein, um miteinander zu quatschen, am "Laberfeuer" zu sitzen - das ist eigentlich das Entscheidende. |
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Entefahren ist ein Lebensgefühl
Und doch geht es irgendwie bei jedem Gespräch früher oder später nur um das eine - oder besser um die eine - nämlich die Ente. Jeder neu ankommende Wagen auf dem Gelände wird zunächst fachmännisch bestaunt. Mitorganisator Matthias Fährmann versucht, den Kult zu erklären: "Es ist ein Wagen, der selbst keine Ansprüche stellt, der "einfachst" ist, ohne Klima-Anlage - es sei denn, man kann das Dach als solche bezeichnen - ohne technischen Schnickschnack. Man kann den Motor rausnehmen, ihn selbst auf dem Küchentisch reparieren, es ist ein bisschen "zurück zur Natur", ein Lebensgefühl". Entsprechend entspannt und nostalgisch ist die Atmosphäre auf dem Platz. Viele Enten-Fahrer kennen sich inzwischen seit Jahren und treffen sich immer wieder auf Veranstaltungen dieser Art. |
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Dem Auto zuliebe umgezogen
Nur auf eine Sache sind die Autofans schlecht zu sprechen: die Umweltzone.
"Wir haben schon einige erlebt, die jetzt umgezogen sind. Gerade aus dem Raum Berlin und Köln - die sind einige Kilometer weiter gezogen, um ihr Hobby weiter betreiben zu können."
Der Österreicher Günther Jung lässt sich sein großes Hobby auf alle Fälle nicht vermiesen. Eine Welt ohne die Ente möchte er sich gar nicht vorstellen: "Wenn dieses Fahrzeug ganz von den Straßen verschwindet, dann verschwindet sehr viel. Denn das hat man immer erkannt, und zweitens hat es den Menschen demütig gemacht. Es ist die Geschwindigkeit, der Entefahrer weiß, was Geschwindigkeit ist, er muss aufpassen, weil er ein schwacher Verkehrsteilnehmer ist, und er lernt fahren damit. |
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Weitere Informationen |
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Lieblingsort: Entenclub |
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Interview eines 2 CV-Fans. |
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2 CV-Freunde Bremen |
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Homepage der Freunde des 2CVs |
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60 Jahre 2CV |
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Einige Bilder und Texte zur Geschichte des 2CV in Deutschland. |
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Druckversion |
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