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Nichtraucher werden - leichter als gedacht! |
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Die meisten langjährigen Raucher wünschten sich, von
der Zigarette loszukommen. Sie haben die Erfahrung gemacht, dass
"Genussrauchen" (ein-zwei Zigaretten am Abend z.B.) bei
ihnen nicht funktioniert. Viele haben mehrere gescheiterte Abgewöhn-Versuche
hinter sich. Für sie wie für die meisten Kettenraucher
steht fest: mit dem Rauchen aufzuhören ist eine ungeheuer schwierige
Angelegenheit und braucht eine enorme Willenskraft. |
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![Mann mit Zigarette. [Quelle: Radio Bremen]](_bild/andreas.jpg)
Genussrauchen funktioniert in
den meisten Fällen nicht, manchmal aber schon. |
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Angst vorm Aufhören
Der Raucherentwöhnungs-Papst Allen Carr hat dieses Angst-Denken
schon vor vielen Jahren als Ergebnis einer freiwilligen Gehirnwäsche
beschrieben, die allerdings ganz im Sinne der Zigarettenindustrie
funktioniert. Carrs These - und viele haben sie in seinen Seminaren
bestätigt gefunden: es ist in Wahrheit ganz einfach, sich das
Rauchen abzugewöhnen!
Obwohl die meisten Langzeitraucher wissen, dass ihnen die Zigarette
gar nicht mehr schmeckt und obwohl feststeht, dass sie Stress nicht
wirklich reduziert, sondern erhöht, und zumindest heutzutage
von einem Image-Zuwachs durchs Rauchen wohl keine Rede mehr sein
kann, haben Raucher für gewöhnlich eine Riesenangst vorm
Aufhören. |
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![Glimmende Zigarette. [Quelle: dpa]](_bild/rauchen.jpg)
Es ist in Wahrheit ganz einfach,
sich das Rauchen abzugewöhnen! |
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Der chemische Suchtfaktor ist gering
Und obwohl die meisten eigentlich Aufhörwilligen eher vom Rauchen
als einer nicht wirklich geliebten Gewohnheit statt Sucht sprechen,
rührt ein großer Teil ihrer Angst von der Vorstellung her,
das Nikotin im Körper würde sie nach dem Aufhören unter
dramatischen Entzugserscheinungen leiden lassen. Die Faktenlage ist
eine andere: ja, Rauchen und Nikotininhallieren machen süchtig,
aber der chemische Suchtfaktor ist so gering, dass er vom Nicht-mehr-Rauchenden
garnicht wahrgenommen würde. Das wirkliche Problem besteht also
in der Angst im Kopf, das Aufhören müsse schier unerträglich
unangenehm sein. |
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![Zigarette, die in einer Hand gehalten wird. [Quelle: Radio Bremen]](_bild/zigarette.jpg)
Viele Raucher meinen, sie wären
nach dem Aufhören körperlichen Entzugserscheinungen ausgesetzt. |
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Nichtrauchen beginnt im Kopf
Mit genau dieser Einstellung misslingen in der Tat so viele Aufhörversuche.
Sie führt nämlich zu einer quälerischen Dauerselbstbeobachtung
und Fixierung aufs Nicht-mehr-Rauchen nach der vermeintlich letzten
Zigarette, also auf den Verlust statt auf den Gewinn. Mit größter
Willensanstrengung kämpft sich der Ex-Raucher von Minute zu Minute,
Tag zu Tag, an dem er sich den Griff zur Zigarette schon verwehrt.
In der Erwartung, irgendwann müsse seine Angst, wieder rauchen
zu wollen, dann abstumpfen. Die Fixierung auf das, was er aufgegeben,
statt auf das, was er gewonnen hat, ist aber ein großer Stress,
der sich zum allgemeinen noch addiert. Und wie hat der Raucher vordem
Stress bekämpft? Durch den Griff zur Zigarette! Nach ein paar
Tagen oder gar Wochen der Qual beendet er resigniert und mit dem Glauben,
seine Willenskraft habe nicht gereicht, den Versuch, das Rauchen aufzugeben. |
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![Raucher. [Quelle: dpa]](_bild/raucher.jpg)
Das wirkliche Problem besteht
in der Angst im Kopf, das Aufhören müsse schier unerträglich
unangenehm sein. |
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Tipps für zukünftige Nichtraucher
Erstens: Du brauchst deine Willenskraft nicht!
Zweitens: Du musst für kurze Zeit ernsthaft in dich gehen
und dir klar machen, warum du rauchst. Dann musst du dir ein ebenfalls
ganz eigenes Bild davon machen, wie du sein wirst, wenn du dich
von der Sucht befreit haben wirst.
Drittens: Triff die klare Entscheidung, Nichtraucher zu werden
(nicht es zu versuchen, aufzuhören), und richte all deine Gedanken
auf den Gewinn, die Freude, keine Zigarette mehr zu brauchen (nach
dem oben Gesagten)!
Viertens: Beobachte bei den letzten Zigaretten, ob du anfängst,
in deinem Kopf schon Nichtraucher zu sein! Sonst ist es noch zu
früh aufzuhören.
Fünftens: Nach der letzten Zigarette erfüllt dich eine
große Gewissheit, nicht mehr rauchen zu müssen, weil
du angefangen hast, die neu (wieder) gewonnene Freiheit von einem
unwürdigen Zwang zu genießen. Dieser Genuss erstreckt
sich auf deine körperliche Selbstwahrnehmung, auf die Kommunikation
mit anderen Menschen und vieles mehr.
Sechstens: Natürlich kann es sein, dass du dich wenige Tage
nicht so konzentriert wie vordem fühlst. Na und? Du könntest
ja auch unter einer Grippe oder Schmerzen leiden, nachdem du dir
einen Fuß verstaucht hast oder unter Wetterfühligkeit.
Das geht vorbei und steht in keinem Verhältnis zum Triumpf,
es endlich begriffen und geschafft zu haben. Sieh es so und such
dir vielleicht nicht gerade die stressigste Zeit aus, um endgültig
Nichtraucher zu werden! Die meisten Ex-Raucher erleben in den ersten
Tagen oder Wochen sogar einen ganz besonderen "Moment der Freiheit",
in dem "sich der Himmel aufzuhellen scheint" und du mit
letzter Gewissheit spürst, dass das "Band zwischen dir
und der Zigarette" (Allen Carr) endgültig zerrissen ist.
Rauchen ist dir jetzt völlig gleichgültig geworden!
Ich habe es selbst so erlebt, allerdings ohne Allen Carr. Natürlich
ist meine Beschreibung der "anderen Einstellung", mit
der es ohne Angst und Willenskraft leichter als gedacht ist, Nichtraucher
zu werden, hier etwas verkürzt und - soviel ich selbst davon
halte - es gibt noch andere Wege, mit dem Rauchen aufzuhören.
[Klaus Haak, 1. Januar 2005] |
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![Voller Aschenbecher. [Quelle: dpa]](_bild/ascher.jpg)
Der Aschenbecher ist voll! |
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Beiträge zum Thema |
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Thema:
"Mit dem Rauchen aufhören", [4'18] |
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Klaus Haak spricht über das Thema "Nichtraucher werden"
auf Bremen Eins.
5. Januar 2005 | Bremen Eins
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Hörerfragen,
[5'43] |
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Hörer konnten im Studio anrufen und demGesundheitsexperten
Klaus Haak Fragen zum Thema Raucherentwöhnung stellen.
5. Januar 2005 | Bremen Eins
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Buchtipps
Allen Carr:
"Endlich Nichtraucher!"
Der einfache Weg, mit dem Rauchen Schluss zu machen. Mosaik bei Goldmann.
Ulrike Bartholomäus/Martin Kunz:
"Einfach nicht mehr rauchen."
Alle Entwöhnungsstrategien im Test. Mosaik bei Goldmann.
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"Endlich Nichtraucher!" |
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Links zu anderen Gesundheitsthemen |
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Bremen
Eins Gesundheitsthema des Monats |
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Monatlich wechselnde Gesundheitsschwerpunkte auf Bremen Eins. |
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Gesundheitsarchiv |
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