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Rauchverbot in Bremen |
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Rauchen in kleinen Kneipen wieder erlaubt |
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Seit 1. Juli 2008 gelten in allen Bundesländern Rauchverbote. In mehreren Regionen sind die Vorschriften durch Gerichtsentscheide bereits wieder gelockert worden. Jetzt hat das Bundesverfassungsgericht die Nichtraucherschutzgesetze überwiegend für verfassungswidrig befunden. Bis zu einer Neuregelung sollen sie jedoch in Kraft bleiben. Einen Sieg gab es für die Betreiber kleiner Einraumkneipen: hier darf ab sofort wieder geraucht werden. |
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Karlsruher Richter kippen Rauchverbot
Drei Wirte hatten gegen das Rauchverbot Klage beim Bundesverfassungsgericht eingereicht, weil sie sich durch das Rauchverbot in ihrer Existenz bedroht sahen. Sie monierten, dass sie gegenüber Inhabern größerer Gaststätten, die über die Möglichkeiten eines separaten Raucherraumes verfügen, im Nachteil seien.
Die Karlruher Richter gaben ihnen Recht und verfügten, dass
in Kneipen, die den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes entsprechen, wieder geraucht werden darf. Das gilt für sogenannte Einraumkneipen, die nicht größer als 75 Quadratmeter und für Jugendliche verboten sind. Zudem dürfen sie keine Speisen anbieten.
![Aschenbecher [Quelle: Radio Bremen]](/magazin/gesundheit/rauchen/rauchverbot/_bild/ascher_300.jpg)
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![Qualmende Zigartte [Quelle: DPA]](/magazin/gesundheit/rauchen/rauchverbot/_bild/zigarette_qualmend_dpa.jpg)
In kleinen Kneipen wieder erlaubt: Rauchen
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Kommt ein absolutes Rauchverbot in Lokalen?
Den Karlsruher Richtern zufolge wäre in Lokalen sogar ein absolutes Rauchverbot zulässig. "Denn der Schutz der Bevölkerung vor Gesundheitsgefahren - wozu der Gesetzgeber auch das Passivrauchen zählen darf - ist ein überragend wichtiges Gemeinschaftsgut", sagte Präsident Hans-Jürgen Papier bei der Urteilsverkündung.
Wenn aber - wie in Baden-Württemberg und Berlin - größere Gaststätten abgetrennte Raucherzimmer anbieten dürfen, dann müssen auch Ausnahmeregelungen für kleine "Eckkneipen" geschaffen werden. Denn durch die gegenwärtigen Regeln werde die "getränkegeprägte" Kleingastronomie wirtschaftlich besonders stark belastet. Dies verletze die Berufsfreiheit der Beschwerdeführer, entschied der Erste Senat.
Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband in Bremen/Niedersachsen begrüßte das Urteil. Auch das Land Niedersachsen will als Konsequenz aus dem Karlsruher Urteil in einer geringen Zahl von Eckkneipen das Rauchen wieder erlauben. In Eckkneipen, die alle im Urteil genannten Vorgaben erfüllten, werde man den Vollzug des Gesetzes aussetzen, sagte Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) in Hannover. Vor einer Änderung des Nichtraucherschutzgesetzes des Landes müsse man das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes in Ruhe prüfen. |
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![<mütze mit Aufkleber "Nichtraucherschutz" [Quelle: Radio Bremen]](/magazin/gesundheit/rauchen/rauchverbot/_bild/nichtraucherschutz.jpg)
Nichtraucherschutzgestze für verfassungswidrig erklärt |
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Politiker für einheitliche Regelung |
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Rauchverbot war erst am 1. Januar 2008 in Kraft getreten |
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Für alle anderen Betriebe gilt weiterhin das umfassende Rauchverbot. Dieses war in Bremen und sieben weiteren Bundesländern am 1. Januar 2008 eingeführt worden. Betroffen sind von dem Rauchverbot vor allem Kneipen, Discotheken und Restaurants, außerdem öffentliche Einrichtungen wie Behörden, Krankenhäuser, Schulen, Theater oder Museen. Gastronomen und Betreiber von Diskotheken haben die Möglichkeit, Rauchern einen separaten Raum anzubieten. Seit Juli sind bei gemeldeten Verstößen in Bremen Bußgelder fällig. |
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![Nichtraucherschild [Quelle: DPA]](/magazin/gesundheit/rauchen/rauchverbot/_bild/nichtraucherschild_300.jpg) Seit dem 1. Januar 2008 ist das Rauchen nur noch in abgetrennten Bereichen erlaubt. |
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Hier ist das Rauchen nun verboten
Das Rauchverbot gilt somit auch bei Ereignissen, wie dem "Bremer Sechstagerennen" - auch hier dürfen Raucher nur noch in abgetrennten Räumen ihrer Sucht nachgehen. Sixdays-Veranstalter Frank Minder ist mit dem Nichtraucherschutz-Gesetz nicht glücklich. Er rechnet mit hohen Umsatzeinbußen und weniger Besuchern. Erste Großkunden hätten bereits angekündigt, Logen nicht zu mieten. Pro Loge würde das einen Verlust von 13.000 Euro bedeuten. Dass die Raucher während des Rennens für eine Zigarette vor die Tür gehen müssen, ist laut Minder nicht umsetzbar, da pro Abend schätzungsweise 10.000 Raucher das Rennen besuchen. |
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![Rauchende Frauen [Quelle: Radio Bremen]](/magazin/gesundheit/rauchen/_bild/bubi_boetticher_schnallen140.jpg)
Das Rauchverbot umfasst auch Sportveranstaltungen wie die Bremer Sixdays. |
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Ausnahmen vom Rauchverbot Erlaubt bleibt das Rauchen in den Festzelten auf dem Freimarkt, beim Schaffermahl im Rathaus und auf den Tribünen des Weserstadions. Auch die rauchfreie Bannmeile um Schulen ist zukünftig nicht mehr festgeschrieben.
Seit dem 30. Juli 2008 gilt die Ausnahmerregelung auch für Einraumkneipen, die nicht größer als 75 Quadratmeter sind. Diese müssen für Jugendliche verboten sein und dürfen keine Speisen anbieten.
Bußgelder für Verstöße gegen das Gesetz sollen allerdings erst nach einer Übergangsfrist ab 1. Juli 2008 fällig werden. Verstöße gegen das Gesetz werden dann mit Geldbußen bis zu 2500 Euro geahndet. |
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![Bayernzelt auf dem Freimarkt [Quelle: Radio Bremen]](/magazin/gesundheit/rauchen/rauchverbot/_bild/bayernzelt.jpg)
In Festzelten - wie hier auf dem Freimarkt - ist das Rauchen weiterhin erlaubt. |
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Kritik am Gesetz
In der dem Rauchverbot vorangehenden Diskussion betonten alle Fraktionen, es gehe ihnen darum, Nichtraucher zu schützen und nicht Raucher zu bekämpfen. CDU, FDP und Linksfraktion hatten jedoch Ausnahmen für kleine Kneipen gefordert, die sich aus finanziellen oder baulichen Gründen keine Raucherräume leisten könnten. Die Bürgerschaft hatte die Änderungsanträge in ihrer Sitzung am 13. Dezember 2007 jedoch mit rot-grüner Mehrheit abgelenht.
Der deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) befürchtet deutliche Umsatzeinbußen für seine Mitglieder. In Niedersachsen, wo bereits seit August 2007 ein Rauchverbot besteht, haben sich Wirte zu einer Interessengemeinschaft zusammen geschlossen und planen eine Klage vorm Bundesverfassungsgericht. |
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Positive Bilanz nach Rauchverbot in Spanien
In Spanien haben zwei Jahre nach Einführung des Rauchverbots am Arbeitsplatz oder in Restaurants 1,6 Millionen Menschen das Rauchen aufgegeben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Organisation "Nationales Komitee zur Vorbeugung gegen die Tabaksucht", berichtet die spanische Tageszeitung "El País". Demzufolge sind in den ersten elf Monaten des Jahres 2007 um die 130.000 Zigaretten weniger verkauft worden als im gleichen Zeitraum des Jahres 2005. |
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Bremen Vorreiter in Sachen
Rauchverbot
In Bremer Krankenhäusern, Schulen und Kindergärten darf
schon seit dem 1. August 2007 nicht mehr geraucht werden. Bremen war mit diesem Gesetz das erste deutsche Bundesland, das das Rauchen beispielsweise in Kliniken verboten hat.
Der damals amtierenden Gesundheitssenatorin
Karin Röpke ging das Gesetz allerdings nicht weit genug. Deshalb hatte Bremen
bei der Gesundheitsminister-Konferenz beantragt, bundesweit
Zigarettenautomaten abzuschaffen. Außerdem wurde die Bundesregierung
aufgefordert, in Gaststätten Nichtraucherbereiche verpflichtend
einzuführen. "Es geht nicht darum, die Menschen glücklich
zu machen, sondern sie vor der Gefahr zu schützen und vor allem
Passivraucher", so Röpke. |
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![Raucher mit Gipsbein auf dem Klinikgelände [Quelle: Radio Bremen]](/magazin/gesundheit/rauchen/rauchverbot/_bild/raucher_gipsbein.jpg)
An der frischen Luft ist Rauchen erlaubt, in öffentlichen Gebäuden
aber ist der gesundheitsschädliche Qualm nun verboten.
![Verlassenes Raucherzimmer [Quelle: Radio Bremen]](/magazin/gesundheit/rauchen/rauchverbot/_bild/raucherzimmer.jpg)
Nun geschlossen - der Raum mit
dem besonderen Charme: Raucherzimmer im Klinikum Bremen-Mitte.  |
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Rauchverbot
im Klinikum Mitte, [2'31] |
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Von Olaf Kretschmer und Florens Herbst.
1. August 2006 | buten un binnen
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Gemischte
Gefühle zum Rauchverbot, [2'43] |
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Von Achim Winkelmann.
1. August 2006 | Bremen Eins |
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Weitere Informationen |
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Bremer Reaktionen auf das Karlsruher Urteil |
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Nichtraucher
werden |
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Bremisches Nichtraucherschutzgesetz, [pdf] |
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Tagesschau: Übersicht Rauchverbote in den Bundesländern |
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