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Prof. Dr. Jürgen Zulley:
"Mein Buch vom guten Schlaf"
 
           
       

Wenn uns Schlaf fehlt, fühlen wir uns matschig, und wenn wir genug davon bekommen haben können wir Bäume ausreißen. Einer der bekanntesten Schlafforscher ist Prof. Dr. Jürgen Zulley. Er hat "Mein Buch vom guten Schlaf" geschrieben.

  Mein Buch vom guten Schlaf
Prof. Dr. Jürgen Zulley: "Mein Buch vom guten Schlaf", Zabert-Sandmann-Verlag, September 2005,
€ 24,90.
           
  Schlafen tut gut
Pennen, ratzen, knacken, schlummern, poofen - eben schlafen - und wie man's sonst noch so nennen kann. Allerdings - diese Tätigkeit mit den unzähligen Namen ist Geheimnis umwittert, denn selbst 70 Jahre intensiver Schlafforschung haben keine Antwort geben können auf die Frage: "Was ist eigentlich Schlaf ganz genau?" Tja - schon komisch, denn wir verbringen rund 25 Jahre unsres gesamten Lebens mit etwas, von dem wir nicht genau wissen was es ist - aber es ist trotzdem gut!
 
           
 

Nickerchen und Mittagsschhlaf
Der Mittagsschlaf wird in Ländern wie Japan hoch geschätzt und heißt da "Büroschlaf". Bei uns haben Mittagsschläfer ein eher schlechtes Image - "Schlaffis", die nicht mal einen ganzen Tag durchstehen können. Und das Nickerchen? Das Nickerchen zum Aufbauen für den Nachmittag ist genau richtig - sagt Professor Zulley. Das entspricht nämlich unserem biologischen Bedürfnis und es macht wieder fit. Powernapping heißt das neudeutsch - die kleine Entspannung für zwischendurch. Aber im Buch vom guten Schlaf geht's natürlich um viel mehr als nur das Nickerchen.

 
             
  Historische Schmankerl zum Thema Schlafen
Im Buch geht's los mit einer unterhaltsamen Reise in die Vergangenheit des Schlafs. Hätten Sie gewusst, dass es im 17. Jahrhundert üblich war, Herbergsgäste aus Platzmangel in Schichten schlafen zu lassen? Die erste Schlafschicht ging bis Mitternacht - dann war die Nächste dran. Oder dass es im Mittelalter keine Schlafräume gab, sondern Wohnschlaf-Küchen für Alle? Oder dass die alten Römer - jedenfalls die stinkreichen - sich in ihren Betten liegend von den Dienern durch die Straßen haben tragen lassen?
   
             
  Schlafen macht schlau
Und wer das alles gelesen hat, sollte sich danach ein Schläfchen gönnen, denn Schlafen macht schlau. Die Informationen werden während des Schlafs verarbeitet und im Hirn gespeichert - landen also nachhaltig auf der internen Festplatte. Allerdings nützt es nichts, ein Buch nur unter's Kopfkissen zu legen und darauf zu schlafen - lesen sollte man es vorher schon - und dann erst schlafen!
   
           
  28 Mal pro Nacht wach
Je nach Schlafphase bewegen wir uns mehr oder weniger heftig dabei. Und - jeder von uns wacht nachts auf! Etwa 28 mal pro Nacht passiert das - wir können uns bloß meistens nicht daran erinnern - oder nur dann, wenn das Wachsein wenigstens 3 Minuten gedauert hat. Das ist alles anschaulich in "Mein Buch vom guten Schlaf" von Prof. Dr. Jürgen Zulley beschrieben. Da geht es natürlich um noch viel mehr: um Schlaftypen, optimale Schlaflänge, die innere Uhr, Ernährungstipps und Gebrauchsanweisungen für's Schlafen, Schlafstörungen, seltsame Schlafgewohnheiten, Sport und Bewegung oder den Ammenschlaf.
 
             
      AudioBuchtipp mit Interview-Auszügen, [2'47]
        Von Tanja Nast-Kolb.
14. Dezember 2005 | Bremen Eins
   
     
     

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