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Neue Landesarchäologin vorgestellt
      Uta Halle übernimmt vakanten Posten      
             
      Uta Halle ist die neue Bremer Landesarchäologin. Und damit hat sie eigentlich gleich drei Berufe auf einmal. Sie ist zuständig für die Betreuung aktueller Grabungen in und um Bremen, soll die Dauerausstellung "Von Jungsteinzeit bis römische Kaiserzeit" im Fockemuseum gestalten und hat eine Professur an der Bremer Uni in den Fächern Mittelalter, Ur- und Frühgeschichte.   Uta Halle [Quelle: Radio Bremen, Folkert Lenz]
Die neue Landesarchäologin Uta Halle.
 
   
VideoBremen hat eine neue Landesarchäologin, [3'52]
  Von Constance Hossfeld.
13. August 2008 | buten un binnen
   
           
 

Wichtige Aufgabe: Landesarchäologin
Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen hat am 12. August 2008 die neue Landesarchäologin Uta Halle in ihren Diensträumen in Bremen-Horn offiziell begrüßt.

"Die Landesarchäologie leistet eine wichtige Aufgabe: Es geht darum, zu wissen und zu sichern, auf welchen Fundamenten wir leben - in kultureller wie auch in baulicher Hinsicht", sagte Böhrnsen. Er versprach zugleich, als Kultursenator den Archäologen zu helfen, neue Räume für ihre Dienststelle zu finden. Seit 1983 arbeiten die staatlichen Altertumsforscher in barackenähnlichen Gebäuden an der Ronzelenstraße in Bremen-Horn.

   
             
  Professorin für Ur- und Frühgeschichte an der Universität Bremen
Seit Mitte März ist die 1956 geborene Uta Halle Professorin für Ur- und Frühgeschichte an der Universität Bremen. Damit ist sie zugleich Abteilungsleiterin der Ur- und Frühgeschichte im Focke-Museum. Außerdem nimmt sie das Amt der Bremer Landesarchäologin wahr, denn das Land leistet sich dafür keine eigene Stelle.

Erst anderthalb Jahre nachdem ihr Vorgänger Manfred Rech in den Ruhestand gegangen war, wurde Uta Halle von der Universität berufen. Sie hat Ur- und Frühgeschichte, Anthropologie, Geologie und Volkskunde an der Universität Hamburg studiert. Sie promovierte 1989 mit einer Arbeit über mittelalterliche Siedlungskeramik und erforschte anschließend mit einem DFG-Postdoktoranden-Stipendium die Keramikproduktion des 17. - 19. Jahrhunderts im Fürstentum Lippe anhand archäologischer und historischer Quellen.

Uta halle im Fockemuseum [Quelle: Radio Bremen, Folkert Lenz]
Uta Halle an einem ihrer zukünftigen Arbeitsplätze: im Fockemuseum.

Das Lise-Meitner-Stipendium des Landes Nordrhein-Westfalen erlaubte ihr dann, einen anderen Schwerpunkt zu entwickeln: Die Archäologie in der NS-Zeit mit den umstrittenen Ausgrabungen an der angeblich "germanischen" Kultstätte der Externsteine im Kreis Lippe. Mit dieser Studie wurde sie 2001 an der Humboldt-Universität zu Berlin habilitiert. Dort war sie bis zum Frühjahr als Privatdozentin tätig und übernahm Lehrstuhlvertretungen und Lehraufträge an den Universitäten Leipzig, Greifswald und Bamberg. Zu ihren weiteren Forschungsfeldern gehören Untersuchungen zur Dorf-, Handwerks und Umweltgeschichte.


Uta Halle an ihrem neuen Arbeitsplatz [Quelle: Radio Bremen, Folkert Lenz]
Mir liegt daran, das Alltagsleben vergangener Epochen darzustellen", sagt Halle.

In Bremen möchte Uta Halle verstärkt dazu beitragen, archäologische Quellen des Landes wissenschaftlich in einen überregionalen Kontext zu stellen und in einem transdisziplinären Projekt die Thematik "Krankheiten im Mittelalter" von Seiten der Archäologie auszuleuchten. "Mir liegt daran, das Alltagsleben vergangener Epochen darzustellen", sagt Halle. Die Landesarchäologin kann rechnerisch über 4,5 Planstellen verfügen. Der Etat beträgt 400.000 Euro pro Jahr. Davon sind 75.000 Euro für Grabungen reserviert. "Viel mehr, als ein paar Tage vor den Baggern  Baustellen zu untersuchen, können wir derzeit nicht tun", so Halle.

[Autor: Folkert Lenz]
  Uta Halle [Quelle: Radio Bremen]
Hat eigentlich 3 Jobs: Professorin für Ur- und Frühgeschichte an der Universität Bremen, Abteilungsleiterin der Ur- und Frühgeschichte im Focke-Museum und Bremer Landesarchäologin.
 
   
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  © Radio Bremengeändert am 13.08.2008
   
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