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Vorwürfe an die Politik |
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Hätte mehr für die verwahrlosten Kinder in Bremen-Gröpelingen getan werden müssen? |
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Die Bremer Sozialsenatorin Rosenkötter sieht im Fall der Mitte Juli 2008 in Gröpelingen entdeckten verwahrlosten Kinder kein Versagen ihrer Behörde. Das sagte die SPD-Politikerin auf einer Sondersitzung der Sozialdeputation am 29. Juli 2008. Die Sitzung war von der CDU beantragt worden. Die CDU erneuerte in dieser Sitzung in der Bremischen Bürgerschaft die Kritik an Rosenkötter. Die Behörde sei nicht aufmerksam genug gewesen, sagte CDU-Vertreterin Mohr-Lüllmann. |
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![Ingelore Rosenkötter [Quelle: Radio Bremen]](/magazin/politik/fall_groepelingen/_bild/rosenkoetter_300.jpg)
Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter stellte sich den Vorwürfen in einer Sondersitzung. |
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Bremer Sozialsenatorin weist Vorwürfe zurück
Rosenkötter kritisierte stattdessen die CDU: Der aktuelle Fall tauge nicht für Empörung und sei überhaupt nicht mit dem Todesfall Kevin vergleichbar. Die Opposition müsse aufpassen, dass die Debatte nicht auf dem Rücken der Kinder ausgetragen werde.
Das Jugendamt habe sich über Schule und Kindergarten regelmäßig nach den Kindern erkundigt. Die Kinder waren zwar oft schmutzig, gingen aber regelmäßig zur Schule, zum Ponyreiten und zum Flötenunterricht. Nach dem Eindruck der Behörde waren sie körperlich und geistig gesund.
Die Grünen kritisierten die Aufregung über den Fall der verwahrlosten Kinder als hysterisch. Der Abgeordnete der Bremer Linken, Peter Erlanson, forderte eine genaue Aufklärung, was in der ersten Ferienwoche geschehen sei. Nach den bisherigen Darstellungen habe es seiner Meinung nach aber keine Versäumnisse der Behörde gegeben. Der FDP-Abgeordnete Magnus Buhlert wollte wissen, wie beispielsweise die Situation in den vergangenen Oster- und Pfingstferien gewesen sei. |
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![Rita Mohr-Lüllmann [Quelle: Radio Bremen]](/magazin/politik/fall_groepelingen/_bild/mohr_luellmann_rita_cdu.jpg)
In den Augen von CDU-Vertreterin Rita Mohr-Lüllmann war die Sozialbehörde im Fall der verwahrlosten Kinder nicht aufmerksam genug. |
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Bagis hat immer Kontakt zu den Eltern gehabt
Die CDU hatte insbesondere moniert, dass die Betreuerin des Jugendamtes, die so genannte Casemangerin, die Kinder seit Anfang 2008 nicht mehr persönlich besucht und sich nur auf Auskünfte von Lehrern und Kindergärtnerinnen verlassen habe. Dazu sagte ein Mitarbeiter der Bagis, dass seine Einrichtung immer Kontakt mit den Eltern hatte. Zunächst um den Lebensunterhalt der Familie zu sichern, später auch um die Eltern in Arbeit zu bringen. Man habe den Psychologischen Dienst des Arbeitsamtes und das Betreuungszentrum-West eingeschaltet. Allerdings habe man die Kinder wenig gesehen. Doch das Betreuungsamt West habe nie über Eskalationen, immer nur über kleine Fortschritte berichtet. |
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Späte Äußerung der Sozialsenatorin
Die Sozialsenatorin hatte sich erst fünf Tage, nachdem die beiden Kinder entdeckt worden waren, erstmals zu dem Fall geäußert. CDU und FDP hatten das Schweigen der Senatorin kritisiert. Die SPD-Politikerin widersprach diesen Vorwürfen. Rosenkötter erklärte, sie habe den Fall umfassend durchleuchtet und auf Fehler geprüft. Es habe sich gezeigt, dass das Jugendamt alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel ausgeschöpft habe. |
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Weitere Informationen |
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Verwahrlostes Geschwisterpaar aufgegriffen |
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Was kann - was muss die Gesellschaft tun? |
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Der Fall Kevin |
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