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Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) hat sich für eine staatliche Heroinabgabe an Drogensüchtige ausgesprochen - unter bestimmten Voraussetzungen. „Damit könne man Süchtigen beim Ausstieg helfen“, sagte Mäurer in der Radio-Bremen-Fernsehsendung "buten un binnen“. "Ich bin dafür, dass man ihnen unter staatlicher Kontrolle die Möglichkeit gibt auszusteigen. Dass heißt, dass man Heroin durch Ärzte verabreicht", sagte der Innensenator. Er glaube nicht, dass man durch Prävention und Polizeiarbeit alleine die Drogenproblematik bekämpfen könne.
Eine von der Bundesregierung finanzierte Studie war Anfang 2008 zu dem Ergebnis gekommen, dass eine staatliche Abgabe des Stoffs einen drastischen Rückgang bei der Beschaffungskriminalität bewirkt hatte. In Modellprojekten in Hamburg, Bonn, Hannover, Karlsruhe, Frankfurt, Köln und München wurde Heroin an Abhängige verteilt - über mehrer Jahre. Neben der sinkenden Straffälligkeit habe sich auch der Gesundheitszustand der Konsumenten verbessert. Derzeit sperrt sich die CDU-Bundestagsfraktion gegen einen Bundesrats-Beschluss zur Heroinabgabe. |
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![Ulrich Mäurer [Quelle: Radio Bremen]](/magazin/politik/maeurer/_bild/140_maeurer_studio.jpg)
Ulrich Mäurer im Studiogespräch. |
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Parteien kritisieren Mäurers Drogenpolitik
Die Grünen als Koalitionspartner der SPD wollen den Vorschlag nicht prinzipiell ablehnen, zweifeln aber am Nutzen. Die Kosten lägen laut eines Sprechers schätzungsweise bei mehreren hunderttausend Euro. Andererseits könne man nur Wenigen wirklich helfen, da die meisten Heroinabhängigen auch von weiteren Drogen abhängig seien. Außerdem sei die Szene hier eine deutlich andere und zudem kleiner als beispielsweise in Frankfurt oder Berlin. Nach Ansicht der gesundheitspolitischen Sprecherin der Bremer CDU, Rita Mohr-Lüllmann, könnte die Beschaffungskriminalität auch zurückgehen, wenn der Ersatzstoff Methadon konsequent vergeben würde. "Wir müssen die psychosoziale Begleitung Abhängiger verbessern, um größeren Erfolg bei Aussteigern zu haben“, so Mohr-Lüllmann. Nach Auffassung des Bremer Drogenhilfezentrums würde der Plan Mäurers nur wenigen Prozent der insgesamt etwa 3.000 Heroinabhängigen in Bremen helfen. |
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![Bürgerschaft Bremen [Quelle: Radio Bremen]](/magazin/politik/lemke/_bild/buergerschaft.jpg)
Bei vielen Parteien stößt Mäures Vorschlag auf Skepsis. |
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