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Nordpol, Südpol - Klimawandel  
      Auswirkungen der Erderwärmung auf die Pole      
   

Früher waren die Pole auf Landkarten nicht verzeichnet - nur weiße Flecken prangten dort. Heute reisen Menschen in die Arktis und die Antarktis und haben sie längst vermessen und kartiert. Trotzdem weiß man bei weitem noch nicht alles über die kalten Enden der Welt: Warum sind sie entstanden, wie wichtig sind sie für unser Erdklima und was genau passiert, wenn das Eis dort schmilzt? Diesen Fragen widmen sich Forscher jetzt besonders intensiv, denn: die Zeit bis März 2009 ist von ihnen zum "internationalen Polarjahr" ernannt worden.

  Eisschollen im Polarmeer [Quelle: Radio Bremen]
Die Eisflächen an den Polen werden zusehends kleiner.
 
      Sendung am 8. Januar 2007, 16.05 Uhr |
Funkhaus Europa
   
           
  Gespräch mit Dr. Karsten Gohl vom AWI in Bremerhaven
Das internationale Polarjahr findet etwa alle 50 Jahre statt. Beim ersten Mal im Jahr 1882 ging es noch um erste Landexpeditionen. Dieses Mal steht etwas anderes im Vordergrund: Der Klimawandel. Um zu erforschen, wie er die Pole beeinflusst und von ihnen beeinflusst wird, arbeiten Forscherinnen und Forscher der ganzen Welt zusammen. Sie starten gemeinsame Expeditionen und tragen Daten zusammen. Ein großes Vorhaben - dass es funktioniert, darüber wacht unter anderem Karsten Gohl, Geophysiker am Alfred-Wegener-Institut. Im Gespräch erklärt er, warum es in diesem "Internationalen Polarjahr" vor allem um das Klima geht.
  Polarstern zwischen Eisschollen [Quelle: Radio Bremen]
Forschungsschiff Polarstern.
 
    Externer LinkAktuelle Meldungen zur Polarforschung      
      Homepage des AWI Bremerhaven.      
    Externer LinkDas Internationale Polarjahr      
      Der deutsche Beitrag.      
           
  Korrespondenten aus Europa zum Thema Klimawandel
Das Klima betrifft uns alle - das wird immer deutlicher. In allen europäischen Ländern wird inzwischen spürbar und sichtbar, dass sich die Atmosphäre unseres Planeten erwärmt: Bei uns in Deutschland will der Winter nicht kommen, in den mediterranen Ländern blühen die Mandelbäume seit einigen Jahren schon im Februar, in Russland nehmen die Moskitos überhand und in Schweden ist vor kurzem als Folge von Dauerregen eine ganze Autobahn weggerutscht. Solche Zeichen beunruhigen. Und es bleibt die Frage: Was können wir tun?
  Büste von Alfred Wegener [Quelle: Radio Bremen]
Alfred Wegener war ein großer Pionier der Polarforschung.
 
    AudioFolgen sind schon in allen Ländern zu spüren, [3'00]    
      Korrespondenten aus Stockholm, Moskau und Madrid.
8. Januar 2007 | Funkhaus Europa
   
    Audio2007 wird wohl wärmstes Jahr aller Zeiten, [1'46]      
      Von Alfred Schmit.
6. Januar 2007 | Funkhaus Europa
     
    Externer LinkUmweltschutz-News      
      Wie Europa unter dem Klimawandel leiden wird      
           
  Zu Besuch im Labor eines Eisforschers
Das Eis an den Polen kann uns eine Menge darüber sagen, wie sich das Klima auf der Erde verhält: Informationen über die Temperaturen und Niederschläge der letzten 800.000 Jahre liegen darin verborgen. Polarforscher machen deshalb in der Arktis und Antarktis Bohrungen. Das Eis, das sie dabei gewinnen, nehmen sie mit, um es zu untersuchen. Zum Beispiel im Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven (AWI). In den Laboren dort herrschen zum Teil minus 30 Grad Celsius. Die Wissenschaftler gehen dick eingemummelt an die Arbeit und finden in langwierigen Untersuchungen heraus, wie es um das Klima unserer Erde in Zukunft bestellt sein wird.
  Großer Messballon und Polarforscher [Quelle: Radio Bremen]
Miss Piggy, Messballon der Polarforscher, bei der AWI-Koldewey-Station am Nordpol.
 
    AudioDie Arbeit in der Kälte, [3'59]      
      Von Antonia Bontscheva.
8. Januar 2007 | Funkhaus Europa
     
    LinkPolarforschung in Bremen und Bremerhaven      
      Radio Bremen Special zum Thema      
    Externer LinkMit dem Forschungsschiff "Polarstern" unterwegs      
      Alfred-Wegener-Institut      
    Externer LinkBerner Klima- und Umweltphysiker in der Antarktis      
      Uni-Press      
           
  Aus dem Leben eines Adelie-Pinguins
In der Antarktis lebt ein Tier, das für uns stets aussieht, als würde es im Frack spazieren gehen: der Pinguin. Es gibt viele verschiedene Arten. Eine davon ist der Adelie-Pinguin - zuhause auf Ross Island in der Antarktis. Adelie-Pinguine haben ein hartes Leben: Immer sind sie extremer Kälte ausgesetzt und überdies auch noch gefräßigen Seeleoparden. Wie es sich unter solchen Umständen leben lässt, berichtet Stephanie Pesch. Sie hat mit Pinguinforscher Boris Culik über einen Pinguin namens Helmut gesprochen - und dabei festgestellt, dass der Klimawandel dem Vogel das Leben noch schwerer macht. Denn dadurch, dass in der Antarktis das Eis schmilzt, finden die Adelie-Pinguine immer weniger zu fressen.
  Adelie-Pinguine [Quelle: B. J. Sinclair, http://biology.plosjournals.org/perlserv/?request=get-document&doi=10.1371%2Fjournal.pbio.0020406]
Auch die Pinguine leiden unter dem Klimawandel.
 
    AudioHelmut wird es zu warm, [3'59]      
      Von Stephanie Pesch.
8. Januar 2007 | Funkhaus Europa
     
    Externer LinkMehr zu Ross Island      
      Niwa Science      
    Externer LinkAdelie-Pinguine bei Wikipedia      
           
  Weitere Informationen      
    LinkKlimawandel auch in Nord- und Ostsee spürbar      
      Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie sieht deutliche Auswirkungen des Klimawandels in Nord- und Ostsee.      
    LinkReisetagebuch aus der Arktis      
      Dorothee Schmitz-Köster berichtet vom arktischen Forschungsschiff Polarstern.      
    LinkKlimawandel-Dossier      
      Radio-Bremen-Special zum Thema      
    Externer LinkDas Internationale Polarjahr 2007/2008      
      Über den deutschen Beitrag.      
    Externer LinkForscher bei der Arbeit und andere Polarfotos      
      Von Polarfotograf Hinrich Baesemann.      
           
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  © Radio Bremengeändert am 14.03.2007
   
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