| |
 |
Kalte Meeresbewohner |
 |
|
 |
| |
|
|
Wird noch überleben, wer nicht schwitzen
kann? |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
|
Die Gletscher am Rand der Antarktis schmelzen. Schlammlawinen fließen
ins Meer. Das Wasser wird immer wärmer. Pech für dessen
Bewohner, denn kälteresistenten Fischen oder Schwämmen
wird es plötzlich zu heiß. Was heißt das für
die Arten? Wird überleben, wer nicht schwitzen kann? Fragen,
denen Forscher im "clic-open"-Projekt des Polarjahres
nachgehen.
|
|
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
![Eisberge [Quelle: Radio Bremen]](/magazin/umwelt/klima/_bild/eisberg_300.jpg)
Wenn die Eisberge schmelzen verändern Süßwasser und
Sedimente die Zusammensetzung des Meerwassers
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
Kalte
Meeresbewohner, [2'53] |
|
|
|
| |
|
|
Von Folkert Lenz.
26. Februar 2007 | Nordwestradio
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
 |
 |
Temperaturanstieg besonders im Winter
bemerkbar
Die Eselspinguine auf der antarktischen Halbinsel tollen an
der Küste herum wie eh und je - sie sind nur scheinbar unbeeindruckt
von den Umweltveränderungen rund um den Südpol. Doch die
durchschnittlichen Temperaturen sind hier in den vergangenen 50 Jahren
um knapp drei Grad gestiegen - mit dramatischen Auswirkungen auch
für das Meerwasser, berichtet Doris Abele, Biologin am Bremerhavener
Alfred-Wegener-Institut: "Man sieht, dass sich tatsächlich
in den Küstenbereichen die mittlere Temperatur über zehn
Jahre um ein Grad erhöht hat. Im Winter ist dieser Trend noch
viel stärker."
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
 |
 |
Eisschmelze bringt Süßwasser
ins Meer
Wo ehemals weiße, steile Gletscherfronten ins Meer stießen,
sind heute vielerorts nur noch blaue, flache Eiszungen sichtbar.
Wo die Gletscher schmelzen, mischt sich Süßwasser vor
der Küste mit Salzwasser. Auch Geröll, Steine und Unmengen
von Schlamm gelangen in die See, wenn sich riesige Eisfelder einfach
auflösen. Mit Unterwasserkameras dokumentieren Forscher das
Geschehen im Meer: "Wenn man da an den Boden geht und taucht,
dann sieht man diesen wie Schnee niedergehenden Sedimentfilm auf
den Tieren. Und das sind Tiere, die sich ihre Nahrung aus der Wassersäule
filtrieren und man kann sich vorstellen, dass es für diese
Tiere ein großer Stressfaktor ist, wenn die ungeheuer große
Mengen an Sediment bewältigen müssen."
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
 |
 |
Projekt "clic open" will Wissenschaftler
vernetzen
Das Projekt "clic open" will dokumentieren, welche Folgen
die Klimaerwärmung für die Tierwelt der antarktischen Halbinsel
hat. Neun Polarstationen reihen sich dort auf. Doch bislang gab es
nur wenig Zusammenarbeit. Jetzt wollen sich Polarforscher aus 15 Ländern
vernetzen, haben sich auf einheitliche Methoden, gemeinsame Probennahmen
und den Austausch von Daten geeinigt.
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
 |
 |
Zusammensetzung der Plankton-Algen scheint
sich zu verändern
Ihr Augenmerk liegt vor allem auf den kleinen, aber empfindlichen
Meeresbewohnern: Seesterne, Algen, Muscheln haben sich an die eiskalte
Umgebung angepasst. Nun scheint das Leben unter Wasser durch Wärme,
Süßwasser und Unmengen von Schwebstoffen durcheinander
zu geraten: "Es kann sein, dass durch die Veränderungen
in der Wassersäule die Primärproduktion der Plankton-Algen
langsam abnimmt. Es gibt erste Hinweise darauf, dass sich auch die
Plankton-Zusammensetzung, und die Arten-Zusammensetzung, ändert.
Nicht jedem schmeckt alles. Und manche Tiere bekommen dann nicht mehr
die Algen, die sie gerne haben möchten.
| |
![Probeflüssigkeit mit Algen [Quelle: Radio Bremen]](/magazin/umwelt/klima/_bild/algenwasser.jpg)
Verändern sich die Algen
durch den Klimawandel? |
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
 |
 |
Muscheln zeigen Stressreaktion durch
Altersflecken
Auch das bedeutet: Stress. Den können die Meeresbiologen messen,
denn die Muscheln bekommen dann "Altersflecken" wie der
Mensch: durch Ansammlung von Stresshormonen in den Zellen.
Andere Arten können noch nicht mal geringe Erwärmungen des
Wassers vertragen. Sie sind so gut angepasst an die stabile Kälte
des Eismeers, dass Veränderungen für sie tödlich sind.
Manche Fische haben zum Beispiel bestimmte Gen-Funktionen abgeschaltet,
um in der rauen Umgebung zu überleben. Doris Abele: "Eisfische
haben überhaupt die Fähigkeit verloren, Hitzeschockproteine
zu produzieren. Wenn sich das Meer aufwärmt, dann ist die Frage,
wie können sich die Tiere dort überhaupt noch durchsetzen?"
Genau das wollen die Wissenschaftler jetzt im Polarjahr herausbekommen.
| |
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
| |
|
Klimawandel-Dossier |
|
|
|
| |
|
|
Radio-Bremen-Special zum Thema |
|
|
|
| |
|
 |
|
|
|
| |
|
Druckversion |
|
|
|
|