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Kaffeesäcke gegen den Klimawandel |
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Ein Beitrag aus Bremen zur Klimarettung |
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In Afrika ist es offensichtlich: der Lebensraum für Mensch
und Tier ist durch zunehmende Verwüstung bedroht. Einmal verödet,
kann die Erde Wasser nicht mehr filtern oder speichern, Pflanzen
sterben ab und die Wüste breitet sich noch weiter aus - ein
Teufelskreis. Doch ausgemusterte Bremer Kaffeesäcke können
helfen, diesen Teufelskreis zu durchbrechen. |
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![Halme sprießen aus den Kaffeesäcken [Quelle: Radio Bremen]](/magazin/umwelt/klima/_bild/gras_300.jpg)
Gräser und andere Pflanzen wachsen aus den Kaffeesäcken
- ganz ohne zusätzliche Bewässerung
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Bremer
Kaffeesäcke in die Wüste, [2'38] |
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1. November 2005 | Bremen Eins |
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Wie die Verwüstung stoppen?
Biologen im Bremer Zentrum für Umweltforschung haben ein kostengünstiges
Verfahren entwickelt, die zunehmende Verwüstung von Trockengebieten
zu stoppen. Die Zutat: ein sehr Bremisches Produkt - Kaffeesäcke.
In diesen Säcken befindet sich eine Mischung aus Sand, Humus,
Pilzen, Mikroorganismen und Pflanzensamen. Weitere Materialien in
den Säcken saugen das Wasser aus der Atmosphäre und vom
Regen auf, speichern es, so dass es den Pflanzen zur Verfügung
steht - extra gießen nicht nötig. | |
![Kaffeesäcke als Vegetationsbrücke [Quelle: Radio Bremen]](_bild/wueste_berg.jpg)
Beginn des Feldversuchs: Mit
dem Substrat gefüllte Kaffesäcke |
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Methode wie bei einer Hauttransplantation
Ähnlich wie bei einer Hauttransplantation wird auf eine stark
verbrannte Fläche unversehrtes Gewebe - in diesem Fall die Kaffeesäcke
- gepflanzt, das schließlich anwächst. Die Säcke dienen
dabei als anfänglicher Erosionsschutz, um die darin hineingefüllten
Materialien zum Beispiel vor Wind zu schützen.
Im Laufe der Zeit verrotten die Säcke und die Vegetation kann
sich wieder ausbreiten. Diese "ReviTec"-Methode wird eine
bestehende Wüste zwar nicht in eine Oase verwandeln aber sie
kann die Ausbreitung weiterer Wüsten verhindern. |
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![Kaffeesäcke aus denen Gras wächst [Quelle: Radio Bremen]](_bild/wueste_saecke.jpg)
Die ersten Halme sprießen
aus den Kaffeesäcken |
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Feldversuch erfolgreich
Vor gut zwei Jahren hat Forscher Hartmut Köhler von der Universität
Bremen einen Feldversuch gestartet und seine Kaffeesäcke mit
dem Substrat gefüllt. Die Begutachtung heute zeigt blühende
Landschaften. Dieser Erfolg wurde nun belohnt mit einer Aufnahme in
das Projekt "Land der Ideen", mit dem die Bundesregierung
Wirtschaftsforschungs-Einrichtungen mit guten Ideen zur Klimarettunng
ehrt. |
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![Hartmut Köhler [Quelle: Radio Bremen]](/magazin/umwelt/klima/_bild/koehler_hartmut.jpg)
Hartmut Köhler vom Zentrum
für Umweltforschung an der Uni Bremen |
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Weitere Informationen |
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Klimawandel-Dossier |
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Radio-Bremen-Special zum Thema |
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Initiative Land der Ideen |
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UFT
Zentrum für Umweltforschung |
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Universität Bremen, Informationen über Hartmut Köhler |
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Druckversion |
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