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Kaffeesäcke gegen den Klimawandel  
      Ein Beitrag aus Bremen zur Klimarettung      
    In Afrika ist es offensichtlich: der Lebensraum für Mensch und Tier ist durch zunehmende Verwüstung bedroht. Einmal verödet, kann die Erde Wasser nicht mehr filtern oder speichern, Pflanzen sterben ab und die Wüste breitet sich noch weiter aus - ein Teufelskreis. Doch ausgemusterte Bremer Kaffeesäcke können helfen, diesen Teufelskreis zu durchbrechen.      
           
      Halme sprießen aus den Kaffeesäcken [Quelle: Radio Bremen]
Gräser und andere Pflanzen wachsen aus den Kaffeesäcken - ganz ohne zusätzliche Bewässerung
     
           
   
VideoKaffeesäcke gegen den Klimawandel, [2'18]
  Von Andreas Moll.
25. Juli 2007 | buten un binnen
     
    AudioBremer Kaffeesäcke in die Wüste, [2'38]      
      1. November 2005 | Bremen Eins      
           
  Wie die Verwüstung stoppen?
Biologen im Bremer Zentrum für Umweltforschung haben ein kostengünstiges Verfahren entwickelt, die zunehmende Verwüstung von Trockengebieten zu stoppen. Die Zutat: ein sehr Bremisches Produkt - Kaffeesäcke. In diesen Säcken befindet sich eine Mischung aus Sand, Humus, Pilzen, Mikroorganismen und Pflanzensamen. Weitere Materialien in den Säcken saugen das Wasser aus der Atmosphäre und vom Regen auf, speichern es, so dass es den Pflanzen zur Verfügung steht - extra gießen nicht nötig.
  Kaffeesäcke als Vegetationsbrücke [Quelle: Radio Bremen]
Beginn des Feldversuchs: Mit dem Substrat gefüllte Kaffesäcke
 
             
  Methode wie bei einer Hauttransplantation
Ähnlich wie bei einer Hauttransplantation wird auf eine stark verbrannte Fläche unversehrtes Gewebe - in diesem Fall die Kaffeesäcke - gepflanzt, das schließlich anwächst. Die Säcke dienen dabei als anfänglicher Erosionsschutz, um die darin hineingefüllten Materialien zum Beispiel vor Wind zu schützen. Im Laufe der Zeit verrotten die Säcke und die Vegetation kann sich wieder ausbreiten. Diese "ReviTec"-Methode wird eine bestehende Wüste zwar nicht in eine Oase verwandeln aber sie kann die Ausbreitung weiterer Wüsten verhindern.
  Kaffeesäcke aus denen Gras wächst [Quelle: Radio Bremen]
Die ersten Halme sprießen aus den Kaffeesäcken
 
             
  Feldversuch erfolgreich
Vor gut zwei Jahren hat Forscher Hartmut Köhler von der Universität Bremen einen Feldversuch gestartet und seine Kaffeesäcke mit dem Substrat gefüllt. Die Begutachtung heute zeigt blühende Landschaften. Dieser Erfolg wurde nun belohnt mit einer Aufnahme in das Projekt "Land der Ideen", mit dem die Bundesregierung Wirtschaftsforschungs-Einrichtungen mit guten Ideen zur Klimarettunng ehrt.
  Hartmut Köhler [Quelle: Radio Bremen]
Hartmut Köhler vom Zentrum für Umweltforschung an der Uni Bremen
 
         
  Weitere Informationen    
    LinkKlimawandel-Dossier    
      Radio-Bremen-Special zum Thema    
    LinkInitiative Land der Ideen    
    LinkUFT Zentrum für Umweltforschung      
      Universität Bremen, Informationen über Hartmut Köhler      
           
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  © Radio Bremengeändert am 26.07.2007
   
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