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Der Internationale Klimabericht 2007  
      Bremerhavener AWI-Wissenschaftler war am IPCC-Bericht beteiligt      
   

Das Eis der Arktis zieht sich zurück und wird dünner. Noch nie wurde weniger Eis in der Arktis beobachtet als im September 2005, die Messungen zeigen in der Arktis einen Temperaturanstieg um etwa ein Grad Celsius seit 1965. Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) untersucht und bewertet den weltweiten Klimawandel in Hinblick auf sein Ausmaß und seine Folgen. Peter Lemke vom Alfred-Wegener-Insititut in Bremerhaven ist Mitglied der Arbeitsgruppe, die physikalische Grundlagen der Klimaänderungen untersucht. Am 2. Februar 2007 stellte das IPCC den ersten Teil seines vierten Berichtes in Paris der Öffentlichkeit vor. Peter Lemke ist verantwortlich für das Kapitel "Beobachtete Änderungen in Schnee, Eis und Permafrost“.

  Prof. Dr. Peter Lemke [Quelle: Radio Bremen]
Prof. Dr. Peter Lemke vom Alfred-Wegener-Institut.
 
    AudioDas Klima verändert sich, [4'39]    
      Gespräch mit dem Wissenschaftler Prof. Dr. Peter Lemke vom AWI Bremerhaven.
Moderatorin Bianca Jacobi.
6. Februar 2007 | Nordwestradio
   
             
      Grafik: Anstieg des Meeresspiegels [Quelle. AWI]
Meeresspiegel-Anstieg in 100 Jahren: 10 Zentimeter - Prognose: 59 Zentimeter in den nächsten 100 Jahren
     
             
  Menschen sind Schuld am Temperaturanstieg
Die Erkenntnisse des am 2. Februar 2007 in Paris präsentierten Berichts belegen, dass die Menschen und ihr Energieverbrauch in der Tat die Erderwärmung verursachen. Natürliche Faktoren spielen eine völlig untergeordnete Rolle. Die Wahrscheinlichkeit liege bei mehr als 90 Prozent, dass die Klimaerwärmung der vergangenen 50 Jahre vor allem auf den Verbrauch so genannter fossiler Brennstoffe in Kraftwerken, Autos und Fabriken zurückgehe. Vor sechs Jahren waren sich die Experten in diesem punkt erst zu 60 Prozent sicher. Rund 2500 Wissenschaftler aus 130 Ländern warnten bei ihrem Treffen in der französischen Hauptstadt vor den unabwendbaren Folgen dieser Entwicklung. Dürreperioden, Hitzewellen und Überschwemmungen seien in Zukunft keine Ausnahmen mehr. Die Katastrophe wird zum Alltag. Die Temperaturen auf der Erde werden bis zum Jahr 2100 mehr als doppelt so schnell steigen wie in den vergangenen hundert Jahren.
  Prof. Dr. Peter Lemke stellt seine Ergebnisse im Institut in Bremerhaven vor []Quelle: Radio Bremen
Prof. Dr. Peter Lemke stellt seine Ergebnisse im Institut in Bremerhaven vor.
 
    AudioWie der Klimabericht entstand, [5'26]    
      Gespräch mit Prof. Dr. Peter Lemke.
Moderatorin Bianca Jacobi.
6. Februar 2007 | Nordwestradio
   
             
      Grafik: Temperaturschwankungen bis 2032 [Quelle. AWI]
Grafik: Weltweite Temperaturschwankungen bis 2032
     
             
    AudioZweifler an wissenschaftlichen Prognosen, [5'19]    
      Gespräch mit Prof. Dr. Peter Lemke.
Moderatorin Bianca Jacobi.
6. Februar 2007 | Nordwestradio
     
           
 

Beweise liegen auf dem Tisch
Selbst bei einer Stabilisierung des Ausstoßes von so genannten Treibhausgasen wird sich der weltweite Klimawandel noch Jahrhunderte lang fortsetzen. Dies ist nur ein Ergebnis der Untersuchungen, die Umwelt-Wissenschaftler für den Klimabericht der Vereinten Nationen zusammen getragen haben. Jetzt, wo die Beweise auf dem Tisch liegen, müsse die Weltgemeinschaft endlich handeln, sagte der Leiter des UN-Umweltprogramms, Joachim Steiner, bei der Vorstellung des 2500 Seiten umfassenden Berichts. Der Klimawandel ist die Herausforderung des 21. Jahrhunderts, fügte Steiner hinzu. Zwischen 1,8 und 4 Grad im Durchschnitt werden die Temperaturen in diesem Jahrhundert steigen. In den vergangenen 100 Jahren waren die Temperaturen um 0,8 Grad gestiegen. Die Wissenschaftler prognostizieren auch einen Anstieg des Meeresspiegels zwischen 18 und 59 Zentimetern. Wenn das schnelle Abschmelzen der Pole unverändert fortschreite, müsse nochmals mit 20 zusätzlichen Zentimetern gerechnet werden. Darin sind sich die Forscher einig.

Grafik: Temperaturanstieg Deutschland [Quelle: AWI]
Grafik: Temperaturwandel in Deutschland seit 1901

 
 
             
    AudioWie reduzieren Klimaforscher ihren privaten    
      CO2-Ausstoß, [4'50]      
      Gespräch mit Prof. Dr. Peter Lemke.
Moderatorin Bianca Jacobi.
6. Februar 2007 | Nordwestradio
     
           
 

Aktionsprogramm zur Klimaforschung
Die Bundesforschungsministerin, Annette Schavan (CDU), hat ein Aktionsprogramm zur Klimaforschung angekündigt. Bis 2010 sollen 255 Millionen Euro investiert werden, verkündete die Politikerin in Berlin aus Anlass der Vorstellung des Klimaberichts in Paris. Mit diesen Mitteln solle unter anderem der Ausbau des Deutschen Klimarechenzentrums in Hamburg sowie eines Forschungsnetzes ermöglicht werden.
Für Prof. Lemke ist zum Beispiel neben der Wettervorhersage auch eine Vorhersage für das Klima für die nächsten zehn Jahren denkbar.

  Eisschollen [Quelle: Radio Brtemen]
Das Polareis schmilzt, der Meeresspiegel steigt.
 
    AudioWelche Projekte stehen jetzt an?, [5'04]    
      Gespräch mit Prof. Dr. Peter Lemke.
Moderatorin Bianca Jacobi.
6. Februar 2007 | Nordwestradio
   
           
 

Bremerhavener in Paris
In einem kurzen Vortrag hat Professor Dr. Peter Lemke die Kernpunkte seines Kapitels aus Paris im Alfred-Wegener-Institut vorgestellt. Zusammen mit anderen Wissenschaftlern des Instituts, die Beiträge zu diesem Kapitel geliefert haben, war die Delegation in Paris.

     
    VideoAWI präsentiert Klimabericht in Bremerhaven, [3'33]      
      Von Volker Kölling.
5. Februar 2007 | buten un binnen
   
           
  Weitere Informationen      
    LinkKlimawandel-Dossier      
      Radio-Bremen-Special zum Thema      
    Externer LinkKlimawandel bei tagesschau.de      
    Externer LinkIntergovernmental Panel on Climate Change (IPCC)      
    DownloadZusammenfassung, [pdf]    
      Die wichtigsten Ergebnisse des ersten Teils aus dem vierten Bericht des IPCC.      
    Externer LinkAlfred Wegener Institut in Bremerhaven      
         
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  © Radio Bremengeändert am 14.03.2007
   
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