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Kosten des Klimawandels in Deutschland |
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DIW prognostiziert 800 Milliarden Euro Schaden |
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Rund 50 Mal im Jahr gibt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung
einen Wochenbericht heraus. An kaum einem war das Interesse wohl
so groß wie am jetzigen zum Klimawandel. Und den Erwartungen
wurde entsprochen. Auf Deutschland kommen Ereignisse zu, die man
sonst meist nur von den Entwicklungsländern kennt: Hochwasser,
Tornados, Hurricanes, Waldbrände und sogar Malaria.
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![Wärmste Jahre [Quelle: Nasa]](/magazin/umwelt/klima/_bild/waermste_jahre_nasa.jpg)
Die fünf wärmsten Jahre
seit 1890 |
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![Kraftwerke und Stromleitungen [Quelle: DPA]](/magazin/umwelt/klima/_bild/kraftwerke_300_dpa.jpg)
Bei heißen Temperaturen könnte nicht mehr ausreichend Wasser
in den Flüssen vorhanden sein, um Kraftwerke mit Kühlwasser
zu versorgen.
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Kosten
des Klimawandels für Deutschland, [2'42] |
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Von Nicholas Buschschlüter.
14. März 2007 | Nordwestradio |
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Temperaturanstieg bedroht auch Wirtschaftswachstum
Diese bedrohlichen Zustände prognostiziert das Deutsche Institut
für Wirtschaftsforschung (DEW) wenn der Klimawandel so kommt,
wie von vielen Wissenschaftlern vorhergesagt. Also bei 4,5 Grad
Temperaturanstieg weltweit. Das Institut sagt für Deutschland
dann volkswirtschaftliche Kosten in Milliardenhöhe voraus.
DIW-Sprecherin Claudia Kemfert: "Wenn kein Klimaschutz betrieben
werden würde und damit die globale Oberflächentemperatur
auf bis zu 4,5 Grad bis zum Jahr 2100 steigen würde, würden
in Deutschland bis zum Jahr 2050 Kosten von insgesamt knapp 800
Milliarden Euro anfallen." Macht in etwa bis zu 0,5 Prozentpunkte
weniger Wirtschaftswachstum jährlich.
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Extreme Witterung kann zu Ernteeinbußen
in Milliardenhöhe führen
Schuld daran seien dann vor allem die extremen Witterungsverhältnisse,
starke Niederschläge im Winter und Frühjahr und dadurch
mögliche Überflutungen und sehr heiße Sommer mit wenig
Regen. Diese verursachten Kosten in allen Wirtschaftsbereichen, so
das DIW.
Beispiel: Land- und Forstwirtschaft. "Aufgrund von Wasserknappheit
und Trockenheit kann es zu Ernteeinbußen kommen. Es könnten
in der Land- und Forstwirtschaft bis zu drei Milliarden Euro Schäden
in den kommenden 50 Jahren durch den Klimawandel auftreten",
prognostiziert die Studie. |
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![Vertrocknetes Getreide [Quelle: DPA]](/magazin/umwelt/klima/_bild/trockenheit_dpa.jpg)
Das DIW befürchtet Ernte-Einbußen
durch Wassermangel |
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Energieknappheit wenn die Kraftwerke
nicht mehr kühlen können
Auch betroffen: Die Energiewirtschaft. In Zeiten von Niedrigwasser
bei heißen Temperaturen werde nicht mehr ausreichend Wasser
in den Flüssen vorhanden sein, um Kraftwerke mit Kühlwasser
zu versorgen. "Zudem kann die Energie-Infrastruktur durch Stürme,
Hagel, und extreme Eislasten beeinträchtigt werden. Diese Effekte
verursachen erhöhte Energiekosten, da eine mögliche Energie-Angebotsverknappung
die Energiepreise sprunghaft steigen lässt." Angesichts
dieses Horrorszenarios brauche Deutschland jetzt eine Energierevolution.
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Möglichkeiten für Gegenmaßnahmen
sind bekannt
Die Kosten für den Klimaschutz seine im Übrigen nur ein
Drittel so hoch wie die Kosten durch den Klimawandel. Das DEW setzt
dabei auf bekannte Mittel: Energiesparen und die Verbesserung der
Energie-Effizienz, das Umsteigen auf CO2-arme Antriebsstoffe und Kraftwerke,
darunter auch die Atomkraft und den Ausbau der erneuerbaren Energien.
Selbst mit diesen Mitteln sei es aber wenig wahrscheinlich, den
Temperaturanstieg stoppen zu können, so Claudia Kemfert. Angesichts
des Energiehungers von Ländern wie China oder Indien. Komme
es zu dem befürchteten Anstieg von 4,5 Grad bis 2100, würden
in Deutschland nur zwei Branchen davon profitieren. Die der Entwickler
erneuerbarer Energien und die Bäder an der Nord- und Ostsee.
Dort würde es erheblich wärmer werden.
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![Windrad [Quelle: Radio Bremen]](/magazin/umwelt/klima/_bild/windrad.jpg)
Das DIW setzt auf altbekannte
Mittel zum Klimaschutz, wie den Ausbau alternativer Energien |
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Weitere Informationen |
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Klimawandel-Dossier |
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Radio-Bremen-Special zum Thema |
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Auszug
Wochenbericht des DIW Berlin |
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Der vollständige Bericht ist kostenpflichtig. |
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Schon
ein Meter gefährdet Venedig |
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Tagesschau über den Klimawandel und seine Folgen. |
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Druckversion |
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