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Manche Bremer erinnern sich noch heute an das
liebevoll "Bambüddel"genannte erste moderne Kaufhaus
der Stadt, mit Rolltreppe, eleganter Dachterrasse und einer
Armenküche. Gründer und Eigentümer war Julius Bamberger, ein
freundlicher, großzügiger Mann. 1937 wurde das "Bambüddel"
geschlossen. Boykottaufrufe und Schikanen der Nationalsozialisten
hatten für den Ruin des jüdischen Besitzers gesorgt. Julius
Bamberger musste Bremen Hals über Kopf verlassen. Er starb 1952
in den USA.
Zwar überstand das Kaufhaus den großen Feuersturm, der 1944
den Bremer Westen fast vollständig zerstörte. Übrig geblieben
ist vom "Bambüddel", dem ersten Hochhaus Bremens,
aber lediglich ein Torso, der den Stadtteil auf eigentümliche
Weise immer noch prägt.
Der Film erzählt die Geschichte von den Anfängen und vom
Ende eines Warenhauses, dessen Eröffnung seinerzeit in ganz
Deutschland Aufsehen erregt hatte. Die Enkel des Gründers
leben heute in den USA. Sie haben Fotos, Dokumente und private
Filmaufnahmen ihres Großvaters zur Verfügung gestellt. Im
Film werden auch die Stationen einer gnadenlosen Vertreibung
und Flucht durch ganz Europa dokumentiert.
Ein Film von Susanne Brahms.
Erstausstrahlung: 21. April 2000 | NDR/RB
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