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Familienkrieg |
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Ein Film in 3 Teilen von Reinhard Schneider
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Eine Familiengeschichte
Die dreiteilige Dokumentation erzählt eine Familiengeschichte
und sie beschreibt gleichzeitig einen Zustand. Nach intensiver
Beschäftigung mit der Familie für ein Hörfunkfeature
hat der Autor sich für Radio Bremen nochmals nach Vilshofen
begeben. Reinhard Schneider hat die Familie mit der Kamera
und einem kleinen Team ein Jahr lang beobachtet; hat sich
das Vertrauen der Personen erhalten, dringt ein in eine Konstellation,
in der sich Liebe, Zuneigung und Hass zu einer scheinbar ausweglosen
Hölle verdichten. Sein Film beschreibt die Szenerie einer
unscheinbaren Kleinfamilie, die einen Leidensdruck offenbart,
der nur wenige Entwicklungsmöglichkeiten offen lässt.
Für Simon war dies der Rechtsradikalismus.
Der Autor unterstellt keine allgemeingültige Gesetzmäßigkeit,
behauptet keinen übertragbaren Psychomechanismus, der
zu extremem Verhalten führt. In der von ihm begleiteten
Familie jedoch stehen Liebe und Hass in einem sehr engen Zusammenhang.
Im Mittelpunkt der Dokumentation steht die Mutter Susanne,
ihre Söhne Marius und Simon aus erster Ehe, Simons Freundin
Sandra und Susannes jetziger Ehemann Franz. Bis auf den letzten
Teil konzentrieren sich die Ereignisse auf die niederbayerische
Stadt Vilshofen und deren nähere Umgebung in den Jahren
2001 und 2002.
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Titelkampf
- Familienkrieg |
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Folge
1: Mein Sohn, der Nazi |
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Simon war Punk - bis zu seinem 15ten Lebensjahr.
Heute ist ihm die NPD nicht rechts genug. Simon ist bekennender
Nationalsozialist. Die Mutter ist entsetzt bis ratlos, hin
und hergerissen zwischen Schuldgefühl und Wut. Der Stiefvater
hat wenig Lust, den Unterschied zwischen "links"
und "rechts" zu begreifen. Erstausstrahlung:
17. Mai 2002 | Das Erste
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Folge
2: Entzugserscheinungen |
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Simons Freundin Sandra ist drogenabhängig. Die Beziehung
zwischen beiden ist unbeständig. Getrenntsein und Zusammensein
wechseln in rascher Folge.
Erstausstrahlung: 20. Mai 2002 | Das
Erste
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Folge
3: HassLiebe |
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Simons Freundin Sandra meint, dass sie seit drei Monaten
von ihm schwanger ist. Zu ihrem 15ten Drogenentzug begleitet
sie Simon in eine Klinik.
Sandra hofft durch einen gelungenen Entzug auf ein geregeltes
Leben und auf ein Wiedersehen mit ihrem Sohn Tobias aus erster
Ehe. Als Rechtsradikaler gerät
Simon durch die Drogenabhängigkeit seiner Freundin vor
sich selbst und seinen Freunden immer mehr unter Druck.
Erstausstrahlung: 22. Mai 2002 | Das
Erste
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Mehr zum
Film |
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Einige Ausschnitte auf die dreiteilige Dokumentation zeigte
buten un binnen bereits vor der Ausstrahlung in der ARD. Der
zuständige Redakteur - Gerhard Widmer - musste sich die
Frage von buten un binnen Moderator Andreas Hoetzel stellen
lassen, warum Radio Bremen so etwas sendet.
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Dokumentation
"Familienkrieg" [7'40] |
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Von Brigitta Nickelsen.
16. Mai 2002 | buten un binnen |
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Mein
Sohn der Nazi [5'05] |
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Feature-Ausschnitt von Reinhard Schneider.
12. Mai 2002 | Nordwestradio |
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Der Autor im Gespräch |
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In der Sendung "Gesprächszeit" erzählt
Reinhard Schneider von seiner Arbeit in und mit der Familie. |
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Teil
1 [4'27] |
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Teil
2 [4'49] |
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Teil
3 [4'11] |
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Teil
4 [4'14] |
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Interview von Christiane Schwalbe.
17. Mai 2002 | Nordwestradio |
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Chat |
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Im Anschluss an jede Folge öffnete Radio Bremen Online
für 60 Minuten den Chat-Raum "Familienkrieg".
Weit über 2000 Fragen wurden an Autor und Redaktion sowie
an Sozialarbeiter und Sozialpädagogen gerichtet. Da viele
Fragen mehrfach auftauchten, finden Sie hier gekürzte
und überarbeitete Chat-Protokolle.
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Protokoll
vom 17. Mai 2002 |
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Protokoll
vom 20. Mai 2002 |
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Protokoll
vom 22. Mai 2002 |
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Produktionstagebuch
[pdf, 184KB] |
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Manuskript
[pdf, 26KB] |
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Deutscher Sozialpreis
2003 für "Familienkrieg"
Am 5. November 2003 wurde in Berlin der Deutsche Sozialpreis
2003 überreicht. In der Sparte "Fernsehen" zeichnete
die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW)
die Radio-Bremen-Produktion "Familienkrieg" aus. Der
Autor Reinhard Schneider wurde damit für eine herausragende
journalistische Arbeit geehrt, die sich beispielhaft mit sozialer
Lebenswirklichkeit auseinandersetzt. |
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Deutscher
Sozialpreis 2003 |
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Druckversion |
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![Susanne, Marius, Simon [Quelle: Radio Bremen]](_bild/3_mutter_marius_simon.jpg)
Heile Familie? Von wegen...
![Simon unter der Reichskriegsflagge [Quelle: Radio Bremen]](_bild/4_simon.jpg)
Simon, bekennendes Mitglied
der "white-power"
Bewegung
![Marius und Simon [Quelle: Radio Bremen]](_bild/1_marius_simon.jpg)
Marius (l.) hat keinen Grund
mehr, seinen älteren Bruder zu bewundern.
![Mutter Susanne [Quelle: Radio Bremen]](_bild/6_mutter_h.jpg)
Mutter Susanne, trotz allem
optimistisch.
![Simon und Freunde [Quelle: Radio Bremen]](_bild/2_simon_gleichgesinnte.jpg)
Simon und Freunde
![Susanne und Marius [Quelle: Radio Bremen]](_bild/9_mutter_hund_marius_h.jpg)
Eine kleine heile Welt, aber
nur wenn Simon, der ältere Sohn, nicht zuhause ist.
![Simon mit Freund, im Hintergrund das Filmteam [Quelle: Radio Bremen]](_bild/5_filmteam_simon.jpg)
Simon und Freund, im Hintergrund das Filmteam
![Simon [Quelle: Radio Bremen]](_bild/simon.jpg)
Simon
![Susanne [Quelle: Radio Bremen]](_bild/mutter.jpg)
Susanne
![Das Filmteam und Simon [Quelle: Radio Bremen]](_bild/10_filmteam_simon_h.jpg)
Das Filmteam und Simon
![Susanne und Marius [Quelle: Radio Bremen]](_bild/9_mutter_hund_marius.jpg)
Susanne und Marius
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