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Die Firma Thiermann in Scharringhausen bei Kirchdorf legt
dieser Tage los mit der Spargelernte. Und das klingt weit
harmloser, als es ist: Das Unternehmen von Heinrich Thiermann
ist Deutschlands größter Spargelanbaubetrieb.
Auf Feldern, die sich bis zu 75 Kilometern rund um das Thiermannsche
Anwesen erstrecken, werden in den nächsten Wochen etwa
3600 Tonnen Spargel gestochen. Nötig dafür sind
1500 Erntehelfer, Stecher und Sortiererinnen, vorwiegend aus
Polen. Alle wohnen für die Zeit der Spargelernte in firmeneigenen
Unterkünften, darunter ehemalige Kasernen, die Heinrich
Thiermann aufgekauft hat.
Morgens um halb sechs geht es ab auf die Felder, täglich,
mit 16 firmeneigenen Omnibussen. Dann wird gestochen im Akkord.
Ein guter Stecher schafft 250 Kilo Spargel am Tag. Das bringt
ihm netto über 100 Euro ein. In mit Strichcodes versehenen
Kisten wandert das weiße Gemüse in Kleintransportern
zur Thiermann-Zentrale. Die Kisten werden abgescannt, der
Ertrag dem jeweiligen Stecher gutgeschrieben. Dann gehen die
Stangen auf dem Förderband in die Sortierhalle. Weit
über 100 Frauen arbeiten hier, in Spitzenzeiten im 2-Schicht-Betrieb.
Dabei hilft das "Asparagus-Sorting-Programm", eine
computergestützte Spargelsortieranlage, die jede Stange
dreidimensional portaitiert, klassifiziert und wiegt. In über
25 Qualitäten wird der Spargel sortiert.Vom Alltag der
Stecher und Sortierer auf dem Feld und in den Unterkünften,
von den zahlreichen Kontakten des Feinschmeckergemüses
mit High-Tech und von den gigantischen Dimensionen des Betriebes
gibt es viel zu berichten.
Mit Sicherheit ein spannendes Reportage-Thema.
Erstausstrahlung: 20. Mai 2003 | NDR/RB-Fernsehen
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