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Es geht um Engel mit großen und kleinen Flügeln. Engel,
die es sich schwer machen und Engel, die es sich leicht machen.
Das ist wie im richtigen Leben und so feiern, tanzen, singen und
leben sie in der Hoffnung, dass sie jemand hört und endlich
zu der Erkenntnis gelangt: Tänzer singen, und zwar mit ihrem
Körper.
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![Sophie Aimée Abrioux [Quelle: Radio Bremen]](_bild/angels_that_sing/sophie.jpg)
Sophie Aimée Abrioux
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Der Film
Mit einer kleinen Anekdote, die irgendeinem Tänzer widerfahren
ist, fängt es an. Zu irgendeiner Zeit, in irgendeiner Stadt
auf diesem Planeten hat irgendein Sänger behauptet, dass Gott
dich gern hätte, wenn du tanzt, er dich aber lieben würde,
wenn du singst. Das ist natürlich Unsinn, denn Gott, wenn es
ihn wirklich gibt, liebt jeden Menschen, ob er nun Tänzer oder
Sänger ist. Nun steckt in dieser Behauptung - auch wenn sie
nicht wahr ist - ein Ärgernis, über das man mit aller
Gelassenheit hinweggehen - oder aus dem man ein Tanzstück machen
könnte. Denn eines ist diesem Tänzer unglaublich wichtig:
Tänzer singen, und zwar mit ihrem Körper. Angels that
sing, heißt das Stück, das daraus entstanden ist.
Da wir nicht alle davon überzeugt sind, dass es einen Himmel
und ein Leben nach dem Tod gibt, kommen diese Tänzer an irgendeinem
Ort an. Aus Verzweiflung und Wut darüber, dass sie nicht geliebt
werden können, weil sie keiner hört, berichten sie Gutes
und weniger Gutes aus ihrer Vergangenheit und versuchen, sich mit
dem neuen und unbekannten Ort vertraut zu machen. Da es, Gott sei
Dank, wie im wirklichen Leben immer jemanden gibt, der weiß,
wo es langgeht, einem zeigt, wie man es anstellen muss, um Himmlisches
zu empfangen, sind sie bereit, von diesem Engel zu lernen und ihm
zu folgen. Er ist ein erfahrener und fortgeschrittener Engel, der
weiß, dass er singen kann, aber was viel wichtiger ist: Man
kann ihn hören. So hat er ein leichtes Spiel, denn erstens
meint er es gut und zweitens sind seine Schüler fleißig
und diszipliniert.
Natürlich sind nicht alle gleich. Wir erfahren, dass es Engel
mit großen und kleinen Flügeln gibt. Engel, die es sich
schwer machen, und Engel, die es sich leicht machen. Auch das ist
wie im wirklichen Leben. So zelebrieren, tanzen und singen sie in
der Hoffnung, dass sie jemand hört und endlich zu der Erkenntnis
gelangt: Tänzer singen, und zwar mit ihrem Körper.
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![Ensemble in einer Szene aus dem Ballettstück [Quelle: Radio Bremen]](_bild/angels_that_sing/ensemble_1.jpg)
Ensemble in einer Szene aus
dem Ballettstück
![Gesine Eileen Moog [Quelle: Radio Bremen]](_bild/angels_that_sing/gesine.jpg)
Gesine Eileen Moog
![Ensemble in einer Szene aus dem Ballettstück [Quelle: Radio Bremen]](_bild/angels_that_sing/ensemble_2.jpg)
Ensemble in einer Szene aus
dem Ballettstück
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Das Ensemble und ihr künstlerischer
Leiter
Philip Taylor war unter anderem Mitglied des London Contemporary
Dance Theatre und der Company des Nederlands Dans Theaters in Den
Haag. 1992 lud ihn Mats Ek als Gast-Choreograph an das Cullberg
Ballett in Stockholm ein. Von 1994 bis 1996 war er Ballettdirektor
an den Städtischen Bühnen Augsburg. Zu Beginn der Spielzeit
1996/1997 wurde Philip Taylor als Ballettdirektor und Chef-Choreograph
an das Staatstheater am Gärtnerplatz engagiert. Seit 1999 trägt
die Company, deren künstlerischer Leiter er ist, den Namen
Balletttheater München. Zahlreiche internationale Gastspiele
brachten ihn gemeinsam mit dem Balletttheater München unter
anderem nach Brasilien, Brighton, Toulouse und Thessaloniki. Als
ständiger Gast ist die Company in Bayreuth zu sehen. Die Spielzeit
2006/2007 wird die letzte sein für Philip Taylor und sein Ensemble.
Der Intendantenwechsel im Sommer 2007 wird neoklassisches Ballett
an das Staatstheater am Gärtnerplatz in München bringen.
Die künstlerische Zukunft des überaus erfolgreichen und
beliebten Balletttheaters München und seines Gründers,
Philip Taylor, ist noch ungewiss.
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![Engelhafte Schattenspiele in einer Szene aus dem Ballett [Quelle: Radio Bremen]](_bild/angels_that_sing/ensemble_3.jpg)
Engelhafte Schattenspiele in
einer Szene aus dem Ballett |
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