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"Küss mich, Kaktus"
ist ein wahres Fest der Bilder, ein Stück voll purer Energie,
das die Protagonistin bis an die Erschöpfung treibt. Ein
Märchen aus dem täglichen Leben, so brutal wie nur
das Leben sein kann - und vielleicht deshalb auch so wahr. Eine
zum Teil wilde, außergewöhnliche Arbeit. Von der
ersten Minute an werden hier die Grenzen überschritten,
die Frage nach der 4. Dimension stellt sich - mehr wird an dieser
Stelle nicht verraten. |
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Die Choreographin Sol Picó
Sol Picó ist seit mehr als 10 Jahren aus der innovativen
Tanzszene Kataloniens nicht mehr wegzudenken. Ihre Choreographien,
in denen sie meist selbst (mit)tanzt, haben ihr weltweite
Tourneen und Auszeichnungen eingebracht. Im Oktober 2002 hat
sie eine einjährige Residenz an Barcelonas Vorzeigetheater,
dem TNC, begonnen. Dort entstand die Aufzeichnung des Stücks
"Bésame el Cactus" (Küss mich, Kaktus).
Der Tanz von Sol Picó entspringt einer mächtigen
Energie, einer körperlichen Bestimmtheit, zu der ihre
zarte Person einen starken Kontrast bildet. Hinzu kommt ein
Gesicht, das durch seine Ausdruckskraft humorvoll mit dem
Zuschauer spielt, um ihn ein ums andere Mal zu fesseln.
Mit Ihrer zehnten choreographischen Arbeit gelingt Sol Picó
ein aufs höchste vollendetes Stück, dessen Thema
das Risiko ist. In ihm gibt es keinen überflüssigen
Moment, keine einzige Bewegung, die ohne Sinn bleibt. Trotzdem
verzichtet sie dabei nicht auf ihren persönlichen Stil
zwischen komischem Surrealismus und Alptraum, der sich - ausgehend
vom klassischen Ballett - in abgehackte Gesten zersetzt oder
in einem wunderbaren Flamenco ausdrückt, bei dem die
Ballerina auf Spitzen die Absätze ersetzt.
Die choreographische Arbeit von Sol Picó umfasst die
ganze Breite tänzerischen Könnens. Alleine die Titel
ihrer Stücke lassen ahnen, was man erwarten kann - "Planeta
Basura" (Müllplanet), "E.N.D. - Este No Danza"
(Es tanzt nicht) und "Amor Diesel" (Diesel Liebe)
sind nur einige Beispiele für die unendliche Kreativität
von Sol Picó.
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Produktionsdetails
Choreographie und Tanz: Sol Picó
Schauspieler: Joan Manrique
Produktion: Pia Mazuela
Kamera: Reinhold Köster
Regie: Marcus Behrens
Co-Produktion TNC, Cristina Orriols.
Eine Produktion von Radio Bremen für Arte
Eine Aufzeichnung aus dem Teatre Nacional de Catalunya in
Barcelona.
Erstausstrahlung: 29. Dezember 2002 | Arte
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