 |
|
|
Die in Ontario geborene kanadische Tänzerin und
Choreographin Sally Morgan hat sich lange mit den Parallelen zwischen
Kontaktimprovisation, einer sehr speziellen Form des modernen Tanzes,
und Lifestyle-Sportarten wie Surfen und Skateboarden beschäftigt.
Dies war die Basis für das Tanz-Kunst-Video-Projekt, das für
den europäischen Kulturkanal Arte und das kanadische Fernsehen
"Bravo! Canada" als Radio-Bremen-Produktion entstand. |
|
![Szene aus dem Film mit Sally Morgan und Elske Seidel [Quelle: Radio Bremen]](/tv/archiv/tanzfilme/_bild/Undertow3.jpg)
Duett aus dem Film mit Sally Morgan und Elske Seidel |
|
| |
 |
 |
Auf dem Weg zum Film
Zusammen mit Regisseur Marcus Behrens arbeitete Sally Morgan am
Drehbuch. Die Grundlage: Typische Bewegungen aus Tanz und Sport
miteinander zu verbinden. Sally Morgan brachte dazu die drei professionellen
Kontaktimprovisationstänzer - eine Deutsche, einen Schweizer
und sich selbst - und drei leidenschaftlichen Skateboarder, alles
Kanadier, für einen Workshop im Herbst 2005 in einer alten
Kirche in Halifax, Nova Scotia, zusammen. Hier wurde viel ausprobiert
und gelacht. Kleinere Verletzungen waren an der Tagesordnung. Man
näherte sich an, denn die Skateboarder hatten niemals zuvor
getanzt, kannten Yoga nur als Wort, und die Bühne nur vom Musik
machen. Umgekehrt standen die drei Tänzer in diesem Workshop
zum ersten Mal auf Skateboards.
Morgan und Behrens hatten zuvor ein Film-Konzept für dieses
Projekt erarbeitet, das dann im September und Oktober 2005 zusammen
mit den beteiligten TänzerInnen und Skateboardern verfeinert
und umgesetzt wurde. Während des Workshops ging es darum, gemeinsam
einen Pool von Bewegungen und "Tricks" zu erarbeiten -
und mit der Zeit wurden aus den Skateboardern auch Tänzer und
aus den Tänzerinnen und Tänzern auch Skateboarderinnen
und Skateboarder. Das Experiment war geglückt!
|
|
![Filmszene [Quelle: Radio Bremen]](/tv/archiv/tanzfilme/_bild/undertow_wall.jpg)
Mike Lewis, Selwyn Sharples
und Tyler Haute erinnern sich an wilde Skateboardzeiten
Duett aus dem Film mit Sally Morgan und Elske Seidel
|
|
| |
 |
 |
Skaten verboten
Das Skaten auf öffentlichen Plätzen und Straßen
ist offiziell in Nova Scotia, wie auch in vielen anderen Teilen
Kanadas, immer noch verboten - ein besonderes Vergnügen für
die Skater, da die Polizei erstmals andere Verkehrsteilnehmer von
den Straßen fern hielt, um Platz für die Dreharbeiten
zu schaffen.
Halifax, die Hauptstadt der Provinz Nova Scotia an der Ostküste
Kanadas ist in den vergangenen Jahren zu einem Zentrum der Filmindustrie
geworden - Grund ist die vielfältige, naturbelassene Landschaft,
die ideale Produktionsbedingungen bietet. Die geographische Lage
ist leider für ein ebenso vielfältiges - und unberechenbares
Wetter verantwortlich. Als dieser Film entstand, streiften die Ausläufer
des Hurrikans "Wilma" die Küste Nova Scotias - was
deutlich im Film zu erkennen ist - und neben (Decoding The) Undertow
auch in neun großen Kinofilmproduktionen Spuren hinterlassen
hat.
|
|
![Elske Seidel hängt Kopfüber [Quelle: Radio Bremen]](/tv/archiv/tanzfilme/_bild/elske_kopfueber.jpg)
Elske Seidel Kopfüber - "sich ins Nichts lehnend, Holz
reitend", steht auf dem Skateboard.
![Das Finale auf Skateboards [Quelle: Radio Bremen]](/tv/archiv/tanzfilme/_bild/undertow_road2.jpg)
Das Finale auf Skateboards
|
|