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Als der gefährlichste Spion des Kalten Krieges
wurde der Berliner Türke Hüsseyin Yildirim 1989,
im Jahr der Wende , in den USA eingeschätzt. Das Urteil
- lebenslänglich. Auf einen Agentenaustausch konnte Yildirim
nicht hoffen, er war durch den Fall der Mauer zum "Agent
ohne Staat" geworden. Yildirim war es gelungen, an die
geheimsten NATO-Dokumente zu gelangen; auf dem Teufelsberg,
der wichtigsten amerikanischen Abhöranlage für Osteuropa.
Er war auf der "Teufelsberg Field Station" als Automechaniker
angestellt.
Im Jahr 1985 bot er zum ersten Mal der Auslandsabteilung
der DDR Staatssicherheit Hauptverwaltung Aufklärung
(HVA) - seine Dienste als
Spion auf dem Teufelsberg an. Es war ihm gelungen, den Unteroffizier
der US Army James W. Hall III anzuzapfen; Hall versorgte ihn
mit Verschlusssachen bester Qualität: Entschlüsselungcodes
des NATO-Funkverkehrs, Strategien des Westens, die für
den Ernstfall Grundlage der Verteidigung waren, sogar die
Studie "Canopy Wing" gelangte so in die Hände
des Ostens in dieser Studie wurden die Chancen eines
atomaren Erstschlags der NATO analysiert. Wie es Yildirim
und Hall gelang, an die brisantesten Informationen der NATO
zu gelangen erzählen Harriet Kloss und Markus Thöß
in ihrer Dokumentation. Es gelang ihnen erstmalig, beteiligte
FBI- und CIA-Agenten zu dem Fall vor der Kamera zu befragen.
Der Spion "Blitz" (türkisch: Yildirim) schied
1987 aus den Diensten der HVA aus. 1988 wurde er in den USA
gefasst. Yildirims Richter schloss bei seinem Urteil 1989
ausdrücklich die Möglichkeit einer vorzeitigen
Bewährung aus. Yildirim war nach 15 Jahren Haft überzeugt,
dass er das Hochsicherheitsgefängnis Pollock in Louisiana
trotz des unermüdlichen Einsatzes seines Anwalts und
seiner in Berlin lebenden Familie nie mehr lebend verlassen
wird. Dies war die Ausgangssituation für die Autoren
Kloss und Thöß, als sie 2002 ihre Arbeit an dieser
Dokumentation begannen. Die Dreharbeiten waren abgeschlossen,
als sich ein kleines Wunder ereignete.
Erstausstrahlung: 5. Mai 2004 | Das
Erste
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