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Mann + Frau = Krise, eine lapidare Rechnung, die man in der
ersten Klasse noch nicht beherrscht, aber so um die Dreißig
zuerst lustvoll, dann häufig schmerzvoll lernen muss.
Die Rollen sind eben nicht mehr so sicher wie früher,
seufzen die Soziologen, die züchtige Hausfrau weilt nicht
mehr drinnen, und züchtig ist sie schon gar nicht. Die
Frauen spielen heute neue, andere Rollen; alte Sicherheiten
sind perdu; in der Gemengelage von Sehnsucht, Karriere, Kindern,
von Treue und Abenteuern entwickeln sich ganz andere weibliche
Lebensläufe als noch zu Zeiten unserer Großeltern.
"Drei mit Herz" spielt in Hamburg in der Isestraße,
unter der U-Bahn, die dort zwischen Hoheluft und Eppendorfer
Baum noch Hochbahn ist. Sie fährt in Höhe des ersten
Stockwerks der Jugendstilhäuser zu beiden Seiten der
Strecke, und mit etwas Konzentration und einem Fensterplatz
kann man blitzlichthaft Szenen, unterschiedliches Interieur,
neueste Designerlampen in den großen Altbauwohnungen
erkennen.
Während man so voyeuristisch durchs erste Stockwerk fährt,
findet im Parterre, unter dem 100 Jahre alten Stahlgerüst
der U-Bahn-Brücke, der Wochenmarkt statt, auf zwei Kilometern
- der längste Europas. Diese zwei Kilometer Hamburg haben
fast alle Unarten einer dörflichen Gemeinschaft und gleichzeitig
etwas sehr Großstädtisches: Mit den schönen
Fassaden und der alten U-Bahn-Brücke ein Flair, das ein
bisschen Pariserisches herbeizaubert.
Eine Produktion von Studio Hamburg im Auftrag vom Saarländischen
Rundfunk und Radio Bremen für Das Erste.
Erstausstrahlung: ab 16. Februar 1999 | Das Erste
Wiederholungen: Ab 7. Mai 2006, mittwochs
12.15 - 13.00 Uhr | RB TV und NDR/RB
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