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Der Film beginnt mit dem letzten Kapitel aus Solomons Geschichte.
Der Junge der vom Himmel fiel, wird in dem kleinen Ort Lauchringen
post mortem adoptiert. Er wird feierlich bestattet und erhält
einen Grabstein aus Granit, in den Afrika eingraviert und
Kamerun gekennzeichnet ist. Immer wieder liegen Blumen auf
seinem Grab, der Pfarrer sagt, man habe ihm ein Stück
Heimat gegeben. Er denkt aber auch, dass nicht jeder im Ort
begeistert gewesen wäre, wäre Solomon lebend zu
ihnen gekommen.
In Frankreich treffen wir zwei Menschen, die Solomon kennen
lernten, als er vier Monate vor seinem Tod auf dem Rollfeld
des Pariser Flughafen Charles de Gaulle aufgegriffen wurde.
Solomon erzählte die unglaubliche Geschichte, er sei
im Fahrgestellschacht eines Flugzeuges gereist. Solomons Pflegemutter
lobt ihn als einen braven Jungen, der nicht so raubeinig war
wie die anderen und der Sozialfürsorger bedauert, dass
Solomon eines Tages beschloss, wieder nach Kamerun zurückzukehren.
Solomons Familie ist glücklich, den verlorenen Sohn
zurück zu haben, doch die Freude wärt nur kurz.
Zwei Wochen nach seiner Rückkehr versucht Solomon erneut,
als blinder Passagier nach Europa zu gelangen, diesmal mit
tödlichem Ausgang. Die Menschen, die mit ihm lebten,
erzählen mit großer Offenheit seine Geschichte,
aber auch ihre Erwartungen, Bewertungen und ihre Moral. Sie
entwerfen ein widersprüchliches Bild des Jungen und wir
erhalten sehr persönliche Innenansichten einer afrikanischen
Familie. Diese lassen ahnen, welcher Druck auf der jungen
afrikanischen Generation lastet, die einerseits die soziale
Hoffnung und Perspektive der Familien ist und andererseits
von einem Leben als freies Individuum nach westlichem Vorbild
träumt.
Jugendliche, fast noch Kinder, die ihr Leben riskieren, um
der Perspektivlosigkeit in ihren Heimatländern zu entkommen,
schimpft man bei uns "Wirtschaftsflüchtling".
Der Film verleiht diesem Wort ein Gesicht und eine Geschichte
und rückt den Menschen wieder in den Vordergrund.
Erstausstrahlung: 26. Juli 2005 | Arte
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